Marktbericht vom 12.01.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten heute wenig verändert in die neue Handelswoche und suchen derzeit noch eine klare Richtung. Die Heizölpreise liegen aktuell leicht höher und werden aller Voraussicht nach etwas teurer.
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Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei etwa 63 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Januar kostet zur Stunde etwa 626 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1677 Dollar gehandelt.
Der Fokus der Finanzmärkte hat sich zuletzt von Venezuela hin zum Iran verschoben. Das gewaltsame Vorgehen der iranischen Führung gegen die eigenen Bürger schürt die Befürchtung eines möglichen militärischen Eingreifens der USA. In diesem Umfeld legten die Preise für Brent und WTI in der vergangenen Woche so deutlich zu wie seit Mitte Oktober nicht mehr.
Ein möglicher Angriff auf den Iran könnte Ölexporte von knapp 2 Millionen Barrel pro Tag gefährden. Hinzu kommen wiederholte Drohungen Teherans, die Straße von Hormus zu blockieren – eine der wichtigsten Transportrouten für rund 20 Millionen Barrel Öl täglich. Auch wenn es bislang nie dazu kam, scheint der Markt dieses Risiko derzeit zu gering einzupreisen. Zudem könnten angekündigte Streiks im iranischen Ölsektor die Förderung selbst ohne militärische Eskalation belasten.
Gleichzeitig plant das Handelshaus Trafigura, eines der größten Rohstoff-Handelshäuser weltweit, in der kommenden Woche erstmals wieder den Export von venezolanischem Rohöl in die USA. Diese zusätzlichen Mengen könnten den Preisanstieg begrenzen. Der Appell von US-Präsident Trump, verstärkt in Venezuelas Ölindustrie zu investieren, stößt jedoch auf Zurückhaltung. ExxonMobil erklärte, Investitionen seien unter den aktuellen Bedingungen kaum realisierbar, woraufhin Trump mit möglichen Konsequenzen drohte.
Unterstützung erhalten die Ölpreise zudem durch einen weiteren ukrainischen Drohnenangriff auf russische Ölanlagen im Kaspischen Meer. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden ist bislang unklar. Auch die Aussicht auf neue US-Sanktionen gegen Russland bleibt bestehen.
Zum Wochenbeginn zeigen sich die Ölpreise insgesamt ohne klare Richtung. Nach anfänglichen Gewinnen gaben die Notierungen kurzzeitig nach, liegen inzwischen jedoch wieder leicht über dem Vortagsniveau. Der Gasöll-Kontrakt zeigt sich etwas schwächer.
Auch bei den Heizölpreisen ist derzeit nach diesen Vorgaben noch offen, in welche Richtung sich die weitere Entwicklung bewegen wird. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein leichtes Plus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage bewegt sich weiter auf hohem Niveau, was sich mittlerweile auch entsprechend auf die Lieferzeiten ausgewirkt hat.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 12.01.2026, 10:40 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (09.01.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 12.01.2026, 10:40 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (09.01.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern nach einem schwachen Start ins Plus gedreht und sind nach einem permanenten Anstieg mit deutlichen Aufschlägen auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Entsprechend ziehen die Heizöl-Notierungen hierzulande heute ebenfalls an.
Die Ölpreise haben gestern nach einem zwischenzeitlichen Erholungsversuch wieder nachgegeben und bleiben weiterhin auf dem günstigsten Niveau der letzten Jahre. Bei den Heizöl-Notierungen kommt es heute in der Eröffnung zu keinen größeren Veränderungen.