Marktbericht vom 05.02.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den gestrigen Kursanstiegen wieder gefangen und starten heute mit Abschlägen in den Handel. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die ebenfalls ein leichtes Abwärtspotential besitzen dürften.
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Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordseeölsorte "Brent" bei rund 68 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Februar kostet zur Stunde 698 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1800 Dollar gehandelt.
Die Ölpreise reagieren weiterhin sehr sensibel auf geopolitische Nachrichten. Das wurde gestern Abend erneut sichtbar: Das Gerücht, die geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran seien abgesagt worden, löste einen kurzen Preissprung aus.
Obwohl Irans Außenminister diese Meldung kurz darauf dementierte, bleibt die Lage angespannt. Es herrscht weiterhin große Unsicherheit darüber, wie sich die Situation entwickeln wird. Manche Beobachter erwarten sogar, dass neue Streitpunkte auftauchen und die Risikoprämie bald wieder anziehen könnte.
Zusätzliche Unruhe kommt durch US-Präsident Donald Trump, der Fragen zum Iran oft mit eher vagen Drohungen beantwortet. Entsprechend preist der Markt das Risiko eines US-Militärschlags nicht vollständig aus. Ein solcher Schritt könnte Teheran dazu veranlassen, die Straße von Hormus zu blockieren – ein zentrales Nadelöhr für den globalen Ölhandel.
Unterdessen läuft in Abu Dhabi seit gestern die zweite Runde trilateraler Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA. Der Kreml hatte bereits vor Beginn angekündigt, nach dem ersten Verhandlungstag keine Aussagen zu machen. Auch danach hieß es, man plane zunächst keine Stellungnahmen und es gebe keinen Grund, darauf zu warten.
Eine schnelle Verkündung eines Friedensabkommens – inklusive möglicher Lockerungen westlicher Sanktionen gegen Russland – gilt als unwahrscheinlich. Russland hat zuletzt erneut zahlreiche Ziele in der Ukraine angegriffen, während der ukrainische Präsident die USA um zusätzliche Waffen gebeten hat, um den Druck auf Moskau zu erhöhen.
Kurzfristig wirkte auch das Wetter auf das US-Ölangebot: Die jüngste Kältewelle und Schneesturm "Fern" bremsten die Produktion. Laut Daten des US-Energieministeriums sank die US-Rohölförderung in der letzten Januarwoche auf 13,2 Mio. Barrel pro Tag – den niedrigsten Wert in den wöchentlichen Daten seit Mitte November 2024. Dass der Markt mit einer raschen Erholung rechnet, zeigt auch die eher verhaltene Reaktion auf den jüngsten Wochenbericht.
Heute dürften neben den geopolitischen Faktoren auch der EZB-Zinsentscheid und die anschließende Pressekonferenz im Mittelpunkt stehen. Zwar erwartet der Markt keine Änderung der Leitzinsen, doch es wird genau darauf geachtet, wie die EZB-Präsidentin die jüngste Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar einordnet.
Aktuell liegen die Öl-Futures an ICE und NYMEX wieder deutlich unter den Hochs vom Vortag, wobei bis zu den Mittwoch-Tiefs noch Luft nach unten bleibt. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich im Vergleich zu gestern bislang jedoch keine eindeutige Richtung ab.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben heute nur wenig verändert in den Handel und besitzen allenfalls ein leichtes Abwärtspotential. Erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein kleines Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 05.02.2026, 10:40 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (04.02.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 05.02.2026, 10:40 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (04.02.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern wieder Fahrt aufgenommen und starten deshalb heute deutlich fester. In der Folge geht es leider auch mit den Heizöl Notierungen hierzulande weiter nach oben.
Die Ölpreise haben sich nach dem gestrigen deutlichen Rückgang wieder gefangen und starten heute wenig verändert in den Handel. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die wieder auf einem durchaus attraktiven Niveau gehandelt werden