Marktbericht vom 20.02.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern aufgrund der weiter zunehmenden Kriegsgefahr im Nahen Osten erneut angestiegen und bei Rohöl wurde der höchste Stand seit Sommer letzten Jahres erreicht. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.
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Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 737 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum Dollar erneut Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1750 Dollar gehandelt.
Die Lage im Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich zu. Gestern hat US-Präsident Trump Teheran ein Ultimatum gestellt. Sollte innerhalb von zehn bis maximal fünfzehn Tagen kein Abkommen geschlossen sein, wird es zu einem Angriff auf die Islamische Republik kommen. In diesem Fall ist damit zu rechnen, dass die Meerenge von Hormus, über die rund zwanzig Prozent des weltweiten Ölbedarfs verschifft werden, zumindest vorübergehend nicht passierbar wäre.
Am Ölmarkt wurden daher die Risikoaufschläge nochmals erhöht und so haben die Rohölpreise der Sorte Brent den höchsten Stand seit Ende Juli letzten Jahres erreicht. Die Gasöl-Futures das höchste Niveau seit Ende November.
Auch die gestern mit einem Tag Verspätung veröffentlichten Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) fielen bullish, also preistreibend aus. Bei Rohöl wurde ein Rückgang von 9 Millionen Barrel, bei Destillaten und Benzin von 4,6 bzw. 3,2 Millionen Fass vermeldet. Außerdem stieg die Gesamtnachfrage weiter auf 21,6 Millionen Barrel pro Tag an und somit liegt diese aktuell rund 2 Millionen Barrel über dem Bedarf des letzten Jahres und um nochmals etwas höher als Mitte Februar 2024.
Keine nennenswerte Fortschritte gibt es weiterhin bei den Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine, sodass weitere Sanktionen und gegenseitige Angriffe das russische und somit auch das globale Ölangebot verringern.
Am Devisenmarkt bleibt der US-Dollar als Krisenwährung gefragt und so musste der Euro im Gegenzug Verluste hinnehmen. Außerdem gab es wieder recht robuste Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, wo die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in dieser Woche von 229.000 auf 206.000 überraschend deutlich zurückgegangen ist, sodass vorerst keine weiteren Zinsschritte durch die US-Notenbank zu erwarten sind.
Die Heizölpreise haben mittlerweile den höchsten Stand seit drei Monaten erreicht und werden aller Voraussicht nach auch heute weiter anziehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es aufgrund der Lage in Nahen Osten in nächster Zeit zu weiteren Aufschlägen kommen wird.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 20.02.2026, 09:50 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (19.02.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 20.02.2026, 09:50 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (19.02.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern einen kräftigen Satz nach oben gemacht, nachdem die Kriegsgefahr im Nahen Osten wohl immer realer wird. In Folge steigen leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande deutlich an.
Die Ölpreise haben gestern nach einem deutlichen Anstieg die Gewinne in der zweiten Tageshälfte wieder abgegeben und starten heute wenig verändert. So ist es eine logische Folge, dass auch bei den Heizöl-Notierungen bislang kein neuer Trend erkennbar ist.