Marktbericht vom 20.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach einem erneuten Sprung nach oben bereits am Vormittag wieder die Richtung gewechselt und im weiteren Verlauf deutlich nachgeben. Bei den Heizöl-Notierungen deutet sich bislang keine gravierende Änderung an.
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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 108,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1337 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar deutlich an Wert gewinnen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1560 Dollar gehandelt.
Der Krieg im Nahen Osten hat mit den gegenseitigen Angriffen auf Öl- und Gasanlagen und deren Infrastruktur zweifelsohne eine neue Eskalationsstufe erreicht und die Rohölpreise gestern in der Spitze bis auf knapp 120 Dollar pro Barrel ansteigen lassen.
Im weiteren Tagesverlauf gaben die Futures dann aber schnell wieder nach, was im Wesentlichen auf Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu zurückzuführen ist, der wohl keine weiteren Angriffe auf Energieanlagen anordnen will und gleichzeitig ein baldiges Kriegsende in Aussicht gestellt hat. Ob dies von seinem Kollegen Trump so ins Ohr geflüstert wurde, oder dies tatsächlich der Fall sein könnte, lässt sich schwer beurteilen. Der Ölmarkt glaubt anscheinend den Äußerungen des israelischen Machthabers.
Zudem nährt ein Statement von US-Finanzminister Scott Bessent, der es als wahrscheinlich erachtet, dass das iranische Regime bald von innen heraus kollabieren wird, die Hoffnung auf baldigen Frieden in der Region.
Die EU-Staaten haben sich währenddessen gemeinsam mit Japan und Kanada bereit erklärt, sich an geeigneten Maßnahmen zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straßen von Hormus zu beteiligen und damit zur Stabilisierung der Energiemärkte beizutragen. Obwohl dies natürlich sehr schwammig formuliert ist, nimmt diese Haltung etwas Brisanz aus der angespannten Lage zwischen den USA und anderen westlichen Verbündeten.
All das ist natürlich nur wieder eine Momentaufnahme und neue Angriffe auf die Öl- und Gasinfrastruktur könnten die Ölpreise schon bald wieder auf neue Höchststände treiben.
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern deutlich zulegen. Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins zwar vorerst nicht verändert, erwartet aufgrund des Iran-Kriegs aber eine deutlich steigende Inflation und der Markt in Folge bald steigende Zinsen im Euroraum. Entsprechend war unsere Gemeinschaftswährung gestern gesucht.
Die Heizölpreise haben sich in den letzten Tagen etwas vom Börsengeschehen abgekoppelt und die Kursfindung wird derzeit verstärkt durch regionale Angebote und Nachfrage bestimmt. So gab es gestern nur eine stark abgemilderte Reaktion auf den rasanten Anstieg der internationalen Öl-Futures. Dafür deutete sich heute aus morgendlicher Sicht bislang auch noch keine gravierende Änderung nach unten ab. Wie die internationalen Ölpreise werden auch die heimischen Heizölpreise in nächster Zeit sehr schwankungsanfällig bleiben.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 20.03.2026, 10:10 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (19.03.2026, 23:40 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 20.03.2026, 10:10 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (19.03.2026, 23:40 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern einen Sprung nach oben gemacht als vermeldet wurde, dass es einen Angriff auf das größte Gasfeld der Golf-Region gegeben hat. In Folge steigen auch die Gasöl- und hierzulande auch die Heizöl-Notierungen weiter an.
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich entwickelt und starten heute Morgen über alle Produktbereiche schwächer. In Folge könnte es zum Start auch bei den Heizöl-Notierungen zu leichten Abschlägen kommen.