Marktbericht vom 19.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern einen kräftigen Sprung nach oben gemacht als vermeldet wurde, dass es einen Angriff auf das größte Gasfeld der Golf-Region und der gesamten Welt gegeben hat. In Folge steigen auch die Gasöl- und hierzulande auch die Heizöl-Notierungen weiter deutlich an.
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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 113 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1343 Dollar. Der Euro fällt im im Vergleich zum Dollar wieder zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1460 Dollar gehandelt.
Die internationalen Öl- und Gaspreise sind gestern mit dem Einschlag von Raketen im iranischen Gasfeld South Pars, das gemeinsam vom Iran und von Katar betrieben wird, förmlich mit explodiert. Der Angriff wurde von Israel ausgeführt, ohne dass Verbündete davon in Kenntnis gesetzt wurden. Entsprechend gab es scharfe Kritik, auch und vor allem auch von den USA.
In Reaktion hat der Iran mittlerweile zahlreiche Vergeltungsschläge gegen Öl- und Gasanlagen in der gesamten Golf-Region ausgeführt, wodurch der Krieg eine neue Eskalationsstufe erreicht hat. Während die Blockade der Meerenge von Hormus wohl eher von vorübergehender Natur ist, haben Angriffe auf Öl- und Gasanlagen mittel- und langfristige Auswirkungen auf die globale Energieversorgung.
Entsprechend wird von verschiedenen Seiten ein sofortiges Ende der Angriffe und Kampfhandlungen gefordert. Vor allem das weitere Vorgehen des nicht gerade für Besonnenheit bekannten US-Präsidenten Trump wird mit Sorge gesehen und auch der israelische Ministerpräsident Netanyahu scheint außer Kontrolle geraten zu sein. Nach erneuten Tötungen einiger wichtigen Führungspersonen ist auch vom iranischen Regime wohl kein Entgegenkommen oder gar eine Verhandlungsbereitschaft zu erwarten.
Alle anderen Meldungen spielen am Ölmarkt derzeit weiterhin eine stark untergeordnete Rolle. Die gestern veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten fielen im Großen und Ganzen neutral aus, hatten aber so gut wie keinen Einfluss auf die Ölpreise.
Am Devisenmarkt war der US-Dollar gestern als Krisenwährung wieder verstärkt gefragt. Außerdem hat die US-Notenbank die Zinsen gestern unverändert belassen und nach Einschätzung der meisten Marktexperten wohl auch nicht mehr vor, diese in diesem Jahr zu lockern. Auch das stützte den Greenback und im Gegenzug ging es mit dem Euro nach unten.
Die Heizölpreise werden nach diesen Vorgaben heute leider weiter ansteigen. Wie hoch die Aufschläge tatsächlich ausfallen werden ist derzeit kaum absehbar. Es muss aber mit einem Plus in einer Größenordnung von fünf bis zehn Cent pro Liter gerechnet werden. Zugleich wird die Volatilität, also die Schwankungsanfälligkeit der Notierungen, wieder deutlich ansteigen. Die Nachfrage bleibt dabei auf einem sehr niedrigen Niveau und Ölheizer bestellen derzeit nur, was auch wirklich gebraucht wird.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 19.03.2026, 10:40 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (18.03.2026, 23:40 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 19.03.2026, 10:40 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (18.03.2026, 23:40 Uhr)
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich entwickelt und starten heute Morgen über alle Produktbereiche schwächer. In Folge könnte es zum Start auch bei den Heizöl-Notierungen zu leichten Abschlägen kommen.
Die Ölpreise haben gestern nach anfänglichen Gewinnen ins Minus gedreht und sind auf Tagestief aus dem Handel gegangen. Heute Morgen geht es aber schon wieder steil bergauf, sodass in Folge auch die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen starten.