Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten mit deutlichen Abschlägen von etwa zwei bis vier Cent pro Liter in die neue Handelswoche, da die Ölpreise nach einem starken Anstieg wieder deutlich gefallen sind. Hauptgrund für die Preiserwartung ist ein neuer Vorschlag im Iran-Konflikt und die angekündigten US-Schutzmaßnahmen für Handelsschiffe, die die Rohölmärkte belasten.
Marktbericht vom 04.05.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten mit deutlichen Abschlägen von etwa zwei bis vier Cent pro Liter in die neue Handelswoche, da die Ölpreise nach einem starken Anstieg wieder deutlich gefallen sind. Hauptgrund für die Preiserwartung ist ein neuer Vorschlag im Iran-Konflikt und die angekündigten US-Schutzmaßnahmen für Handelsschiffe, die die Rohölmärkte belasten.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben nach dem kräftigen Anstieg vom Donnerstag im späten Handel eine Rolle rückwärts hingelegt und am Freitag weiter nachgegeben. Auch heute Morgen starten die Futures im asiatisch geprägten Handel eher schwach, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande mit deutlichen Abschlägen in die neue Handelswoche starten.
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Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 107 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 1.266 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar wieder etwas an Boden gewinnen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1730 Dollar gehandelt.
Die Diplomatie im Iran-Krieg befindet sich nach wie vor in einer Sackgasse, auch wenn Teheran Ende letzter Woche einen neuen 14-Punkte-Plan zur Beilegung des Konfliktes über den Vermittler Pakistan an Washington überbringen ließ. Die Aussichten, dass dieser seitens der USA aber akzeptiert werden wird, sind eher gering, da dieser nach wie vor das Atom-Thema ausklammert, was aber wohl Bedingung für einen dauerhaften Frieden wäre.
Stattdessen hat US-Präsident Trump angekündigt, dass ab heute Mittag Handelsschiffe aus Ländern, die nicht in den Krieg verwickelt sind, Geleitschutz für die Ausfahrt aus der Straße von Hormus erhalten sollen.
Dies hat dazu geführt, dass die Rohölpreise und Gasöl-Notierungen heute auf einem weiterhin deutlich gedrückten Niveau in den Tag starten.
Gleichzeitig steigt dadurch aber die Gefahr, dass die geplante Maßnahme der US-Regierung zu neuen gewaltsamen Auseinandersetzungen führen könnte, denn der Iran hat bereits angekündigt, dass dieses Vorgehen als Verstoß gegen die Waffenruhe gewertet werden würde.
Alle anderen Themen bleiben am Ölmarkt nach wie vor eher Randnotizen. So auch der gestrige Beschluss der OPEC plus, die offizielle Ölfördermenge ab Juni um weitere 188.000 Barrel pro Tag anzuheben.
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen, nachdem seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) bei der Zinssitzung am vergangene Donnerstag Signale gekommen sind, beim nächsten Sitzung im Juni den Leitzins eventuell anzuheben. Am Freitag waren im späten Handel aber schon wieder Gewinnmitnahmen zu beobachten.
Die Heizölpreise starten mit diesen Vorgaben mit deutlichen Abschlägen in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von zwei bis vier Cent pro Liter erwarten. Nach wie vor ist das Bestellaufkommen äußerst gering, was zur Befürchtung Anlass gibt, dass es im Spätsommer und Frühherbst zu logistischen Engpässen kommen wird. Ölheizer, deren Tank einen eher niedrigen Füllstand aufweist, sollten daher rechtzeitig zumindest eine Teilmenge ordern.
Die Ölpreise sind gestern im Laufe des Tages massiv angestiegen und machen heute Morgen in Asien nochmals einen gewaltigen Sprung nach oben. In Folge ziehen auch die Heizöl-Notierungen kräftig an!
Die Ölpreise haben sich auch gestern relativ uneinheitlich entwickelt. Erneut gab es bei Rohöl Aufschläge, während die Gasöl-Futures nur wenig verändert aus dem Handel gegangen sind. In logischer Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen weitgehend stabil