Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise bleiben trotz der angespannten Lage im Nahen Osten stabil und setzen ihren Seitwärtstrend fort. Es wird ein leichter Anstieg von bis zu einem halben bis einem Cent pro Liter erwartet, hauptsächlich bedingt durch die Kraftstoffknappheit in Russland und den Streik in einer Raffinerie in Antwerpen.
Marktbericht vom 29.06.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise bleiben trotz der angespannten Lage im Nahen Osten stabil und setzen ihren Seitwärtstrend fort. Es wird ein leichter Anstieg von bis zu einem halben bis einem Cent pro Liter erwartet, hauptsächlich bedingt durch die Kraftstoffknappheit in Russland und den Streik in einer Raffinerie in Antwerpen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten zeigen sich zum Start in die neue Woche wenig beeindruckt von den neuen Kämpfen am Persischen Golf und bleiben auf niedrigem Niveau. In Folge setzen auch die Heizöl-Notierungen ihren Seitwärtstrend der letzten Tage und Wochen fort.
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Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,20 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde gut 903 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar weiter etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,14 Dollar gehandelt.
Am Wochenende gab es neue Angriffe zwischen den USA und dem Iran, was auf Zwischenfälle in der Straße von Hormus zurückzuführen war. Gestern ist man dann aber wieder zur Übereinkunft gekommen, die Kampfhandlungen einzustellen und weiter an den Friedensverhandlungen zu arbeiten.
Dies hat dazu geführt, dass die Rohölpreise heute auf dem niedrigen Niveau vom Freitag gestartet und bislang im asiatischen Handel sogar weiter leicht an Wert verloren haben. Hier ist mittlerweile das Vorkriegsniveau erreicht und es ist durchaus erstaunlich, dass der Markt die nach wie vor eklatanten Risiken im Nahen Osten derzeit nahezu komplett auszublenden scheint.
Anders sieht es jedoch bei den Gasöl-Notierungen aus, die für die Preisbildung am Heizöl-Markt und auch für die Dieselpreise entscheidend sind. Hier spielt die Kraftstoffknappheit in Russland und ein daraus folgendes mögliches Exportverbot von Diesel eine zunehmend große Rolle und auch der Streik in einer Raffinerie in Antwerpen wirkt preistreibend.
Außerdem müssen zunehmend auch die Pegelstände im Auge behalten werden.
Mittlerweile werden die Themen am Ölmarkt also wieder vielfältiger, aber der Hauptfokus dürfte auch in dieser Woche wieder auf die Friedensverhandlungen im Nahen Osten und auf neue Entwicklungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine gerichtet bleiben.
Am Devisenmarkt konnte sich der Euro in den letzten Tagen stabilisieren und im Vergleich zum US-Dollar wieder leicht hinzugewinnen. Auch hier spielen die gefallenden Ölpreise ein gewisse Rolle, aber auch die Tatsache, dass steigende US-Zinsen wohl mittlerweile ausreichend eingepreist sind.
Die Heizölpreise haben in den letzten Tagen und Wochen scheinbar einen Boden gefunden, der aufgrund der oben beschriebenen Thematik leider noch etwas oberhalb des Vorkriegsniveau liegt. Es ist aus aktueller Sicht auch kaum vorstellbar, dass es in den nächsten Wochen hier zu weiteren spürbaren Abschlägen kommen wird, vor allem wenn die Nachfrage endlich anzieht. Heute sind zum Start leichte Aufschläge in einer Größenordnung von bis zu einem halben bis einem Cent pro Liter zu erwarten.
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Nachmittags deutlich angezogen und sind in Nähe der Tageshöchststände aus dem Handel gegangen. Heute Morgen zeigen die Kurspfeile aber wieder eher nach unten.
Die Ölpreise aben sich gestern erneut uneinheitlich entwickelt. Bei Rohöl gab es weitere Abschläge, sodass hier bereits das Vorkriegsniveau erreicht ist. Bei Gasöl gab es eine Seitwärtsbewegung, die sich auch bei den Heizöl-Notierungen fortsetzt.