Marktbericht vom 30.06.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 30.06.2026, 08:53 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise bleiben heute weitgehend stabil, es wird möglicherweise ein leichter Anstieg von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet. Ursache dafür sind die weiterhin knappe Versorgung durch geringe Raffineriekapazitäten und Unsicherheiten im Nahen Osten.

Marktbericht vom 30.06.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise setzen Seitwärtstrend fort - Heizölpreise bleiben stabil

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 30.06.2026, 08:53 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise bleiben heute weitgehend stabil, es wird möglicherweise ein leichter Anstieg von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet. Ursache dafür sind die weiterhin knappe Versorgung durch geringe Raffineriekapazitäten und Unsicherheiten im Nahen Osten.

Ölpreise weiter auf Stabilisierungskurs - Heizölpreise bleiben im Seitwärtstrend

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bewegen sich unter Schwankungen weiter seitwärts, dabei auf uneinheitlichem Niveau. In Folge setzt sich auch bei den Heizöl-Notierungen die stabile Entwicklung der letzten Tage fort.


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Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" weiterhin bei 72,20 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 895 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum Dollar auf der Stelle und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,14 Dollar gehandelt. 

Die nach wie vor recht fragile Lage im Nahen Osten ist und bleibt Hauptthema am Ölmarkt, auch wenn die Rohölpreise mittlerweile auf das Vorkriegsniveau zurückgefallen sind und auch bei den Gasöl-Futures der größte Teil der krisenbedingten Aufschläge kompensiert werden konnte. 
Warum diese aber im Verhältnis zur Rohöl immer noch deutlich höher gehandelt werden liegt im Wesentlichen an der eher knappen Versorgungslage, bedingt durch verringerte Raffineriekapazitäten, auch im Zuge der massiven Ausfälle in Russland in Folge ukrainischer Drohnenangriffe. Hier wird in Moskau nach wie vor ein Exportverbot für Diesel in Erwägung gezogen. 
Zudem werden aktuelle Raffinerien in Antwerpen und Ölanlagen in Norwegen bestreikt.
Heute sind die Augen auf ein kurzfristig anberaumtes Treffen zwischen Vertretern der USA und Iran in Doha gerichtet. Noch ist nicht ganz klar, um welche Themen es gehen wird und wie der Iran dabei vertreten sein wird. Von US-Seite sind wohl die Sonderbeauftragten Kushner und Wittkopf auf dem Weg nach Katar.
Sehr wahrscheinlich wird ein wichtiges Thema weiterhin bzw. wieder die Straße von Hormus sein. Nach den neuerlichen gegenseitigen Angriff sind hier die Durchfahrten zuletzt wieder deutlich zurückgegangen.
Mit Spannung werden heute und morgen auch die neuen US-Ölbestandsdaten erwartet die Aufschluss über die aktuelle Versorgungslage geben. Heute Abend nach Börsenschluss vermeldet das American Petroleum Institute (API), morgen Nachmittag das Department of Energy (DOE).

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen, muss die Gewinne heute morgen im asiatischen Handel aber schon wieder abgeben. Insgesamt bleibt die Gemeinschaftswährung damit auf dem niedrigsten Niveau seit über einem Jahr.

Die Heizölpreise starten heute nur wenig verändert in den Tag. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht nur sehr geringe Aufschläge von maximal einen halben Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage zieht langsam etwas an, auch wenn der Markt von einem Bestellboom nach weit entfernt ist. Dieser ist aber in den nächsten Wochen durchaus zu erwarten, da das gerade zu Ende gehende zweite Quartal wohl als eines der schwächsten aller Zeiten in die Statistik des Heizölhandels eingehen wird und daher ein großen Nachholbedarf besteht.

Heizöl-Marktdaten

30.06.26, 10:20 Uhr
 
30.06.: 113,76 €
29.06.: 113,52 €
30.06.26, 10:20 Uhr
 
30.06.: 901,00 $
29.06.: 903,00 $
30.06.26, 10:20 Uhr
 
30.06.: 72,62 $
29.06.: 72,55 $
30.06.26, 10:20 Uhr
 
30.06.: 0,8780 €
29.06.: 0,8754 €

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