Marktbericht vom 20.08.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 20.08.2026, 08:41 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise starten heute voraussichtlich etwas leichter in den Tag, mit einem möglichen Rückgang von bis zu einem Cent pro Liter, da der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich zulegte. Grund für die stabil hohen Öl- und vor allem Gasölpreise sind weiterhin eingeschränkte Ölexporte aus dem Golfgebiet und der Exportstopp Russlands für Benzin und Diesel, die das Abwärtspotenzial begrenzen.

Marktbericht vom 20.08.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben hoch - Heizölpreise starten mit leichten Abschlägen!

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 20.08.2026, 08:41 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise starten heute voraussichtlich etwas leichter in den Tag, mit einem möglichen Rückgang von bis zu einem Cent pro Liter, da der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich zulegte. Grund für die stabil hohen Öl- und vor allem Gasölpreise sind weiterhin eingeschränkte Ölexporte aus dem Golfgebiet und der Exportstopp Russlands für Benzin und Diesel, die das Abwärtspotenzial begrenzen.

USA wollen Iran wirtschaftlich in die Knie zwingen - Öl- und Heizölpreise bleiben hoch

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern uneinheitlich, im Großen und Ganzen aber seitwärts entwickelt. Kurzfristig ist weiter keine Trendwende zu erwarten. Auch nicht bei den Heizöl-Notierungen, die heute etwas leichter in den Tag starten.


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Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,90 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung September kostet zur Stunde 1.280 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1680 Dollar gehandelt. 

US-Präsident Trump und die USA haben wohl eingesehen, dass sie militärisch gegen den Iran nicht gewinnen können und wollen nun wieder verschärft den Weg wirtschaftlicher Sanktionen einschlagen. Jede Regierung, jede Institution und jede Einrichtung, die Teheran unterstützt, muss laut Trump mit enormen wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen. Mit eingeschlossen ist demnach auch China, das mit Abstand der größte Verbündrzr des Iran und dessen wichtigster Ölabnehmer ist. 
Ob diese Strategie neuen Erfolg bringt, muss also abgewartet werden, darf aber durchaus auch mit Skepsis betrachtet werden. 
Eine unausweichliche Folge der Strategieänderung dürfte aber sein, dass es so schnell keine diplomatische und auch militärische Lösung im Golf-Konflikt geben wird und somit auch die Ölexporte aus der Region stark behindert und eingeschränkt bleiben werden. Somit bleibt auch das Abwärtspotenzial der Rohölpreise und vor allem der Gasöl-Notierungen begrenzt, die zudem vom Exportstopp Russlands für Benzin und Diesel hoch gehalten werden.
Die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) fielen wenig spektakulär aus. Zu erwähnen wäre lediglich ein deutlich über der Erwartung liegender Aufbau bei Rohöl von 4,4 Millionen Barrel und ein Rückgang der Gesamtnachfrage von über einer Million Barrel pro Tag. Auf die Entwicklung der Ölpreise hatten die Zahlen aber keinen spürbaren Einfluss.
 
Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen und dabei auf den höchsten Stand seit Ende Mai ansteigen. Auslöser war die überraschende Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langläufiger Staatsanleihen zu erhöhen, was zu sinkenden Renditen am Anleihemarkt geführt hat.

Auch dank der Währungsgewinne werden die Heizölpreise heute aller Voraussicht nach etwas leichter in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Grundsätzlich hat sich aber wenig an den Rahmenbedingungen geändert. Eine Preiswende bzw. stärkere Abschläge sind weiter nicht zu erwarten, dafür aber eine massive Überlastung des Handels, spätestens mit Start der Heizperiode. Wer "knapp bei Tank" ist sollte also möglichst frühzeitig zumindest eine Teilmenge bestellen.

Heizöl-Marktdaten

20.08.26, 09:40 Uhr
 
20.08.: 134,61 €
19.08.: 135,25 €
20.08.26, 09:40 Uhr
 
20.08.: 1.285,75 $
19.08.: 1.287,25 $
20.08.26, 09:40 Uhr
 
20.08.: 92,88 $
19.08.: 91,67 $
20.08.26, 09:40 Uhr
 
20.08.: 0,8557 €
19.08.: 0,8564 €

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