Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit schwachem Start!

23.11.2015, 09:07 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starteten heute Morgen in Asien schwach in die neue Handelswoche. Obwohl auch der Euro gegenüber dem US-Dollar wieder an Wert verlor, werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach ebenfalls leichter erwartet.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei 43,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 40,60 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar auf Werte um 1,0620 US-Dollar zurück.

Bei weiterhin recht hohen Umsätzen tat sich am Ölmarkt am Freitag bis in die Abendstunden hinein nicht viel.
Es fehlte an neuen Fundamentaldaten, sodass vieles der Markttechnik überlassen war.
Dies führte daszu, dass am Abend die Kurse plötzlich deutlich anzogen, was wenig später aber schon wieder korrigiert wurde.
Lediglich aus der EU wurde das Verbrauchervertrauen per November mit einem Wert von minus 6 veröffentlicht. Erwartet wurden minus 7,5, nach minus 7,6 Zählern im Vormonat.
Ansonsten gab es bearish zu wertende Kommentare aus Venezuela, wo man Rohölpreise von unter 30 Dollar sieht, sollte die OPEC nicht bald regulierend eingreifen.
Bereits am Donnerstag hatte schon Goldman Sachs die 20-Dollar-Marke ins Spiel gebracht.
So startete der Ölkomplex heute Morgen schwach in den asiatisch geprägten Handel, obwohl die Anzahl der aktiven Bohranlagen in den USA im Vergleich zur Vorwoche nach dem neuesten Bericht von Baker Hughes, um 10 auf nunmehr 563 Projekte gefallen ist.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter auf den tiefsten Stand seit Mitte April gefallen. Solange die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank weiter expansiv bleibt und die Zeichen in den USA auf eine baldige Zinswende hindeuten, wird sich die Gemeinschaftswährung wohl auch nicht nachhaltig erholen können.

Die Heizölpreise in Deutschland werden, trotz der Währungsverluste, wohl mit weiteren Abschlägen in die neue Handelswoche starten und das den vierzehnten Handelstag in Folge! Aktuelle Berechnungen lassen einen Rückgang von ca. 0,3 bis 0,5 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage hat nach dem Wetterumschwung - wie erwartet - angezogen!