Heizöl-Markt aktuell: DOE-Daten lösen Ölpreis-Rallye aus!

25.02.2016, 08:27 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Bekanntgabe bullish zu wertender DOE-Ölbestandsdaten kräftig zugelegt und ziehen somit heute leider auch die Heizöl-Notierungen deutlich nach oben.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei knapp 33 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 31,35 Dollar. Der Euro kann sich weiterhin knapp oberhalb der 1,10-Dollar-Marke halten.

Nach den eindeutig bearish ausgefallenen API-Ölbestandsdaten vom Dienstagabend und den Kommentaren aus dem Iran, in denen das Einfrieren der Fördergrenzen auf Januar-Niveau als Witz bezeichnet wurde, blieben die Rohölpreise gestern bis zum späten Nachmittag leicht unter Druck.
Dann wurden aber die viel beachteten US-Vorratsdaten des Department of Energy (DOE) bekanntgegeben und diese überraschten mit einem leichten Abbau von in Summe 0,4 Mio. Barrel, während die API-Daten ja ein Plus von über sieben Mio. Fass hervorbrachten.
In logischer Konsequenz zog der Ölkomplex in Anbetracht der traditionell höheren Gewichtung der DOE-Zahlen dann kräftig an, obwohl die Börsianer zunächst noch etwas träge reagierten.
Zuvor gab es schwache Konjunkturdaten aus den USA, denn hier lag der Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor per Februar mit 49,8 Punkten weit unter der Erwartung von 53,5, und auch die Verkäufe neuer Häuser konnten per Januar die Prognose von 520.000 mit nur 494.000 nicht erreichen.

Am Devisenmarkt ging es für den Euro nach einem impulslosen Vormittag zunächst weiter nach unten. Die schlechten US-Konjunkturdaten hauchten der Gemeinschaftswährung aber wieder etwas Leben ein, sodass die 1,10-Dollar-Marke schlussendlich doch wieder erfolgreich verteidigt werden konnte.

Trotz der leichten Währungsgewinne schlagen die gestiegenen Ölpreise heute natürlich auf den heimischen Heizöl-Markt durch und es muss mit deutlichen Aufschlägen gerechnet werden. Im Schnitt dürften diese nach aktuellen Berechnungen bei 0,7 bis 0,9 Cent pro Liter liegen. Es zeichnet sich ein leichter Aufwärtstrend ab!