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Marktbericht vom 14.09.2022

Heizöl-Markt aktuell: US-Inflationsdaten bringen Ölpreise unter Druck - Heizölpreise erneut fallend

14.09.2022, 08:38 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern spontan auf den neuen Verbaucherpreiseindex aus den USA reagiert und weiter nachgegeben. Da vor allem die Gasölpreise dabei noch stärker gefallen sind, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit weiteren deutlichen Abschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 92,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 87,05 Dollar. Der Euro musste im Vergleich zum US-Dollar deutliche Verluste hinnehmen und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 99,8 Dollar-Cent gehandelt.

Die Hoffnung, dass sich die US-Verbraucherpreise zum zweiten Mal in Folge deutlich rückläufig entwickeln werden, war groß. Ein Abflauen der Inflation hätte es der US-Notenbank eventuell möglich gemacht, die Zinsen weniger stark und schnell anzuheben. Umso größer war die Enttäuschung, als der Index per August mit einem Plus von 8,3 Prozent veröffentlicht wurde. Zwar ist dies im Vergleich zum Vormonat ein weiterer leichter Rückgang von 0,2 Prozent, die Erwartung der Analysten lag aber bei "nur" 8,1 Prozent.
An den Börsen wirkten sich die Zahlen sofort aus und die Aktienkurse, aber auch die Rohölpreise kamen unter Druck.
Der wenig später veröffentlichte Monatsreport der OPEC fiel relativ unspektakulär aus und machte sich in der Preisfindung kaum bemerkbar.
Dominierend waren gestern wieder die Sorgen vor einer globalen Rezession und einem Rückgang der Ölnachfrage, vor allem in China. Deshalb haben zahlreiche Analysten ihre Preisprognosen für dieses Jahr weiter nach unten korrigiert, unter anderem Morgan Stanley und UBS.
Gestern Abend nach Börsenschluss wurden dann noch die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht. Auch diese fielen bearish, also preisdrückend aus. Vor allem der unerwartet starke Aufbau der Rohölvorräte drückte auf die Notierungen. Heute warten die Marktteilnehmer mit Spannung auf die wesentlich umfang- und einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE).

Auch am Devisenmarkt verfehlten die Inflationszahlen aus den USA ihre Wirkung natürlich nicht. In Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen weiter schnell und deutlich anheben wird, konnte der Dollar im Vergleich zum Euro deutlich hinzugewinnen. Darüber hinaus enttäuschte der ZEW Konjunkturerwartungsindex für die EU per September mit einem Wert von minus 60,7 Punkte. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Minus von 58,3 Zählern gerechnet.

Trotz der Währungsverluste werden die Heizölpreise in Deutschland mit weiteren, teils kräftigen Abschlägen in den heutigen Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von drei bis fünf Cent pro Liter erwarten. Deutlich gefallende Gasölpreise, steigende Pegelstände und eine etwas nachlassende Nachfrage sind die Hauptgründe für diese schöne, aber längst überfällige Entwicklung. Wer "knapp bei Tank" ist, sollte neben der Preisentwicklung aber auch die Lieferzeiten verfolgen. In einigen Regionen muss mit Wartezeiten von rund drei Monaten gerechnet werden.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 14.09.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (13.09.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 14.09.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (13.09.2022, 23:59 Uhr)

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