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Marktbericht vom 05.06.2023

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise nach OPEC-Überraschung fester - Heizölpreise teuerer!

05.06.2023, 08:48 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben bislang sehr moderat auf den Paukenschlag der OPEC+ vom Wochenende reagiert. Überraschend will die Vereinigung die Fördermenge weiter kürzen. Bei den Heizöl-Notierungen wird es heute zum Start in die neue Wochen in Folge zu moderaten bis deutlichen Aufschlägen kommen.


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Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 77 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 692 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar wieder deutlich zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,07 Dollar gehandelt.

Im Vorfeld des Treffens der OPEC+ hatten die meisten Marktteilnehmer nicht mit einer weiteren Förderkürzung gerechnet, obwohl diese bereits vor einiger Zeit vom saudischen Ölminister Prinz Abdulaziz bin Salman ins Spiel gebracht wurde. Gestern wurde dann tatsächlich verkündet, dass das Königreich die Öllieferungen ab Juli um eine Million Barrel pro Tag kürzen wird und es hier auch eine Verlängerungsoption gibt. Zusätzlich wurde beschlossen, die bisherigen Förderkürzungen bis Ende nächsten Jahres aufrecht zu erhalten.
Dass die Rohölpreise bislang nicht stärker auf diese zweifelsfrei unerwarteten Beschlüsse und eindeutig preistreibend zu wertenden Nachrichten reagiert haben hat wohl den Grund, dass manche Länder die bisherigen Quoten nicht erfüllen konnte und es hier eine Anpassung gegeben hat, die keine Auswirkung auf die verfügbaren Mengen hat. Gleichzeitig dürfen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAR) im nächsten Jahr 0,2 Millionen Barrel pro Tag mehr produzieren.
Alles in allem wird es aber schon bald eine weitere Reduzierung der Angebotsmengen geben und die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Ölpreise in nächster Zeit verteuern werden, ist natürlich größer geworden. Wie stark der Anstieg ausfallen wird, hängt aber stark von der Nachfrageentwicklung ab.
Heute Morgen gab es zu diesem Thema gute Zahlen aus China, wo der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor per Mai von 56,4 auf 57,1 Punkten angestiegen ist. Auch aus Deutschland kommen heute Morgen gute Außenhandelszahlen. Die Exporte legten per April unerwartet um 1,2 Prozent zu und die Handelsbilanz verzeichnet ein Plus von 18,4 Milliarden Euro.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen geht derweil weiter deutlich zurück. In der vergangenen Woche konnte Baker Hughes nur 555 Einheiten ermitteln, 15 weniger als noch in der Vorwoche!

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Hand mit Megaphon

Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar am Freitagnachmittag deutliche Verluste hinnehmen, nachdem sich der Arbeitsmarkt in den Staaten weiter recht robust zeigt und damit eventuell weitere Zinsanhebungen nötig machen könnte. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft ist per Mai um 339.000 angestiegen, erwartet wurde lediglich ein Plus von 180.000.

Alles andere als gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt. Zum Wochenstart werden die Heizölpreise weiter anziehen und dabei wohl den höchsten Stand seit gut vier Wochen erreichen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen nämlich zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter erwarten. Insgesamt bleiben die Notierungen aber noch auf einem recht attraktiven Niveau. Mit der überraschenden Entscheidung der OPEC+ hat sich das Risiko weiter steigender Preise aber deutlich erhöht. Die Verbraucher reagieren und es ist eine deutliche Marktbelebung zu spüren.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 05.06.2023, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (02.06.2023, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 05.06.2023, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (02.06.2023, 23:59 Uhr)

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