Richtig Lüften, Teil 1 – Quer- und Stoßlüften

Gepostet am 8. Feb. 2013 in Ratgeber, Richtig Lüften, Richtiges Heizen

Richtig Lüften, Teil 1 – Quer- und Stoßlüften

Richtiges Heizen ist lediglich ein Bestandteil des Raumklimas. Genauso wichtig ist das richtige Lüften. Denn erst das Lüften sorgt für den Austausch von Luft in der Wohnung und für die richtige Luftfeuchtigkeit. Besonders der Luftfeuchtigkeit sollten Sie Aufmerksamkeit zukommen lassen, da sie einerseits zur Behaglichkeit des Raumes beiträgt, andererseits bei zu hoher Rate die Bildung von Schimmelpilz ermöglicht.

 

Quer- und Stoßlüften

Die idealen Lüftungsarten sind das Quer- und das Stoßlüften. Der Unterschied zwischen diesen beiden Varianten besteht darin, ob ein Durchzug erzeugt wird oder nicht. Beim Querlüften ist genau dies der Fall. Für diese Art des Lüftens öffnen Sie gegenüberliegende Fenster komplett und schaffen somit einen Durchzug. Das Querlüften ist besonders effizient, da weniger Zeit für den Luftaustausch benötigt wird, nämlich ungefähr zwei bis fünf Minuten. Beim Stoßlüften werden die Fenster komplett geöffnet, allerdings wird kein Durchzug erzeugt. Die Türen werden geschlossen, da so der Luftaustausch am Schnellsten vonstatten geht. Dementsprechend dauert es mit fünf und zehn Minuten etwa doppelt so lang, bis die Luft in einem Raum ausgetauscht worden ist.

Ob sich entweder Quer- oder Stoßlüften für Sie anbietet, hängt von den baulichen Gegebenheiten Ihrer Wohnung ab. Nichtsdestotrotz müssen Sie bei beiden Arten des Lüftens die Heizung immer vorher ausmachen. Sollte dies nicht passieren, erkennt das Thermostatventil den Temperaturabfall und startet das Aufheizen des Heizkörpers. Auf diese Weise verfliegt die Wärme der Heizung direkt nach Draußen, die Heizung wiederum heizt sich immer mehr auf und verbraucht dabei Energie.

Sowohl das Quer- als auch das Stoßlüften haben darüber hinaus noch den Vorteil, das neben dem Luftaustausch und der Reduktion von Luftfeuchtigkeit andere Kleinstpartikel und Schadstoffe wie Zigarettenasche oder Druckerstaub gleichzeitig mit ausgetauscht werden.

Lüften Sie am Besten zwischen zwei und vier Mal pro Tag. Morgens nach dem Aufstehen kann das Lüften des Schlafzimmers ruhig etwas ergiebiger ausfallen. Denn insbesondere nachts sammelt sich viel Luftfeuchtigkeit an, die auch in den Wandputz oder in die Polster einzieht. Als schöner Nebeneffekt stellt sich dabei noch ein, dass durch die kalte Luft Ihre Lebensgeister geweckt werden. Ein paar tiefe Atemzüge am Fenster während des Lüftens können also nicht schaden.

Vom Dauerlüften mit Kippfenster sollten Sie hingegen auf jeden Fall absehen. Zwar erliegt man schnell dem Irrglauben, dass permanent auf kipp geöffnete Fenster einen kontinuierlichen Luftfluss erzeugen. Allerdings ist dies mehr ein Lüftchen, sodass der Austausch von feuchter und trockener Luft nicht ergiebig vonstatten geht. Das Dauerlüften hat zwei negative Effekte. Denn Lüften mit dem Kippfenster erzeugt vor allem hohe Kosten durch die entweichende Heizungswärme und die Wände sowie Fensterrahmen kühlen aus.

 

Oft gefragt

Kühlen die Räume beim Quer- und Stoßlüften nicht zu sehr aus und wäre das Kipplüften nicht angebrachter?

Nein, ganz im Gegenteil. Durch die relativ kurze Zeit, in der die Fenster geöffnet sind, kühlen die Wände nicht ab, die wiederum die Hauptwärmespeicher eines Raumes sind.