Heizungen, Teil 3 – Fernwärme

Gepostet am 13. Feb. 2013 in Heizungen, Ratgeber, Richtiges Heizen

Heizungen, Teil 3 – Fernwärme

Fernwärme ist in Deutschland auf dem Vormarsch: Die Branche befindet sich im Zuge der Energiewende derzeit in einer Expansionsphase. Man kann wohl davon ausgehen, dass Kraft-Wärme-Kopplung und Fernwärme in Zukunft eine bedeutendere Stellung einnehmen werden.

Bei der Fernwärme wird die thermische Energie beispielsweise eines Kraftwerks per Rohrsystem zum Verbraucher geliefert. Auf diese Weise können sowohl Stadtteile als auch komplette Städte mit Wärme und Warmwasser versorgt werden.

Fernwärme kann in teils unterschiedlichen Industriezweigen erzeugt werden. Für gewöhnlich sind Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung, Heizkraftwerke oder auch Müllverbrennungsanlagen die „Erzeuger“ von Fernwärme. Mitunter wird auch industrielle Abwärme für die Fernwärme nutzbar gemacht. Entsprechend ihrer Form können die Brennstoffe Verwendung finden, die auch in Zentralheizungen vorkommen können.

 

Kraft-Wärme-Kopplung: Bezeichnet eine Technik zur gleichzeitigen Gewinnung von elektrischer Energie (Strom) und thermischer Energie (Wärme). Da die thermische Energie bei der Gewinnung mechanischer Energie entsteht, wird diese zusätzlich nutzbar gemacht.

 

Ein Vorteil der Fernwärme ist seine relative Umweltfreundlichkeit, da für die Fernwärme zumeist Energie genutzt wird, die ohnehin anfällt. Allerdings liegt hier auch der Nachteil verborgen, da durch die langen Transportwege ein Teil der Wärme verloren geht. Des Weiteren kann es vorkommen, dass per Fernwärme nur die Heizung versorgt und kein Warmwasser bereitstellt wird. In diesem Fall muss ein zusätzlicher Durchlauferhitzer angeschafft werden, der wiederum Strom verbraucht.

An eine Fernwärmeheizung lassen sich auch Flächenheizungen installieren. Der Nachteil der Fernwärme besteht derzeit vor allem noch in der begrenzten Verfügbarkeit dieser Technik.

 

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