Ratgeber

Wir geben Ihnen Tipps zur Energie. Wie Sie richtig heizen. Was jede Familie beachten kann. Wie Sie Kindern das Energiesparen vermitteln.

Alle Tipps können Sie auch jeweils gesammelt zu einem Thema als PDF downloaden.

 

Energiesparen mit Kindern
Richtiges Heizen

 

Richtig Heizen, Teil 2 – Dämmung und Leckagen

Gepostet von am 14. Feb. 2013 in Ratgeber, Richtig Heizen, Richtiges Heizen | Kommentare deaktiviert für Richtig Heizen, Teil 2 – Dämmung und Leckagen

Richtig Heizen, Teil 2 – Dämmung und Leckagen

Die Wirkungen der richtigen Heizung und des richtigen Heizens verpuffen weitestgehend, wenn die Wände nicht sach- und zeitgemäß isoliert sind. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen sollten, eine neue Heizungsanlage zu installieren, empfiehlt es sich, eine Prüfung der Wandoberflächen hinsichtlich ihrer Dämmqualität durchführen zu lassen. Je nach Ausgang dieser Untersuchung kann es auch sein, dass es sich für Sie erst einmal anbietet, die Isolierung Ihrer Immobilie anzugehen. Denn selbst wenn sich durch den Einbau einer neuen Heizung das Raumklima verbessern sollte, geht viel Wärme und somit Energie aufgrund der mangelhaften Dämmung der Oberflächen verloren. Das kostet Sie nicht nur bares Geld, weil Sie mehr Energie zum Heizen aufwenden, als sie eigentlich müssten. Darüber hinaus steigt auch die Gefahr von Schimmelpilzbefall.

 

Thermografie: Ist ein bildgesteuertes Verfahren, welches u. a. zur Aufdeckung von Isoliermängeln an Gebäuden genutzt wird. Mittels einer Wärmebildkamera lässt sich anhand unterschiedlicher Verfärbungen der Grad der Isolierung erkennen.

 

Wenn Sie den Zustand der Isolierung Ihres Hauses überprüfen wollen, so lässt sich dies mittels des Verfahrens der Thermografie realisieren. Dabei wird die Wärmestrahlung Ihrer Immobilie mit einer Wärmebildkamera in Signale umgewandelt, welche im Anschluss durch ein Computerprogramm visualisiert werden. Anhand der bildlichen Darstellung lassen sich Temperaturunterschiede identifizieren, die wiederum Aufschluss über den Grad der Dämmung geben.

Die meisten Energieunternehmen und auch Stadtwerke bieten Thermografieprüfungen für ihre Kunden an. Die Kosten für solch eine Prüfung fangen bei ca. 150 EUR an und variieren je nach Größe der Immobilie und den Preisvorstellungen des Anbieters. Wenn Sie Ihr Gebäude kontrollieren lassen wollen, können Sie noch Ausschau nach eventuellen Förderungsmöglichkeiten halten. Einige Energieunternehmen bieten diese in regelmäßigen jährlichen Abständen, meist zur Winterzeit, an.

Neben dem Wärmeverlust aufgrund einer mangelhaften Isolierung kann darüber hinaus auch die Luftdurchlässigkeit der Gebäudehülle die Wirksamkeit des Heizens schmälern.

Mithilfe des Differenzdruck-Messverfahrens, auch Blower-Door-Test genannt, können Sie die Luftwechselrate Ihres Haus prüfen lassen. Sollte die Rate hoch ausfallen, deutet dies auf Leckagen und somit Baumängel an der Gebäudehülle hin. Solche Mängel sollten Sie schnell beheben lassen, da Sie die Wände auskühlen und dem Raum Wärme entzieht. Dies kann auch zum Schimmelbefall führen.

 

Differenzdruck-Messverfahren: Bezeichnet einen Test der Gebäudehülle hinsichtlich ihrer Luftdichtheit. Dieses Verfahren wird auch Blower-Door-Test genannt. Mittels dieses Verfahrens werden Undichtheiten und Leckage ermittelt.

 

Es existieren zu guter Letzt auch Technologien, welche das Differenzdruck-Messverfahren mit der Thermografie verbinden. Auf diese Weise können Sie einen Rund-um-Check Ihres Hauses durchführen, bevor Sie Ihre neue Heizungsanlage einbauen lassen.

Heizungen, Teil 3 – Fernwärme

Gepostet von am 13. Feb. 2013 in Heizungen, Ratgeber, Richtiges Heizen | Kommentare deaktiviert für Heizungen, Teil 3 – Fernwärme

Heizungen, Teil 3 – Fernwärme

Fernwärme ist in Deutschland auf dem Vormarsch: Die Branche befindet sich im Zuge der Energiewende derzeit in einer Expansionsphase. Man kann wohl davon ausgehen, dass Kraft-Wärme-Kopplung und Fernwärme in Zukunft eine bedeutendere Stellung einnehmen werden.

Bei der Fernwärme wird die thermische Energie beispielsweise eines Kraftwerks per Rohrsystem zum Verbraucher geliefert. Auf diese Weise können sowohl Stadtteile als auch komplette Städte mit Wärme und Warmwasser versorgt werden.

Fernwärme kann in teils unterschiedlichen Industriezweigen erzeugt werden. Für gewöhnlich sind Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung, Heizkraftwerke oder auch Müllverbrennungsanlagen die „Erzeuger“ von Fernwärme. Mitunter wird auch industrielle Abwärme für die Fernwärme nutzbar gemacht. Entsprechend ihrer Form können die Brennstoffe Verwendung finden, die auch in Zentralheizungen vorkommen können.

 

Kraft-Wärme-Kopplung: Bezeichnet eine Technik zur gleichzeitigen Gewinnung von elektrischer Energie (Strom) und thermischer Energie (Wärme). Da die thermische Energie bei der Gewinnung mechanischer Energie entsteht, wird diese zusätzlich nutzbar gemacht.

 

Ein Vorteil der Fernwärme ist seine relative Umweltfreundlichkeit, da für die Fernwärme zumeist Energie genutzt wird, die ohnehin anfällt. Allerdings liegt hier auch der Nachteil verborgen, da durch die langen Transportwege ein Teil der Wärme verloren geht. Des Weiteren kann es vorkommen, dass per Fernwärme nur die Heizung versorgt und kein Warmwasser bereitstellt wird. In diesem Fall muss ein zusätzlicher Durchlauferhitzer angeschafft werden, der wiederum Strom verbraucht.

An eine Fernwärmeheizung lassen sich auch Flächenheizungen installieren. Der Nachteil der Fernwärme besteht derzeit vor allem noch in der begrenzten Verfügbarkeit dieser Technik.

 

Fernwärme

Richtig Lüften, Teil 2 – Handlungen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit produzieren

Gepostet von am 12. Feb. 2013 in Ratgeber, Richtig Lüften, Richtiges Heizen | Kommentare deaktiviert für Richtig Lüften, Teil 2 – Handlungen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit produzieren

Richtig Lüften, Teil 2 – Handlungen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit produzieren

Abseits der normalen Lüftungen am Tag gibt es auch andere Gegebenheiten, die das Lüften erforderlich machen. Dazu zählen das Duschen, Kochen und Wäschetrocknen sowie das Wischen der Böden. Alle diese Handlungen gehen mit einem großen Anstieg an Luftfeuchtigkeit einher, die unmittelbares Lüften zwingend erforderlich machen. So wird beim Kochen in manchen Fällen doppelt so viel Feuchtigkeit abgegeben wie bei einem Bad in der Wanne.

Sollte Ihr Bad innen liegend positioniert sein und über kein Fenster verfügen, dann lüften Sie idealerweise auf dem kürzesten Weg. Dafür öffnen Sie das nächstgelegene Fenster und schließen alle Türen der sonstigen Räume.

Auf diese Weise zieht der Wasserdampf am Schnellsten aus Ihrer Wohnung raus und verteilt sich nicht in den anderen Räumen. Genauso gehen Sie auch bei den anderen Handlungen vor.

Kontrollieren Sie während des Lüftens mit dem Thermo-Hygrometer die Luftfeuchtigkeit. Warten Sie ab, bis eine relative Luftfeuchtigkeit abhängig von Ihren raumklimatischen Vorlieben zwischen 35% und 60% erreicht ist und die entsprechenden Lüftungszeiten eingehalten worden sind. Danach können Sie die Fenster wieder schließen. Luftbefeuchter sind für gewöhnlich nicht vonnöten, vor allem wenn Sie richtig lüften.

Idealerweise haben sie immer ein Auge auf die relative Luftfeuchtigkeit im Raum, da diese eine Quelle für Schimmelpilzbildung sein kann. Sollte es in Ihrer Wohnung Befall gekommen sein, so müssen Sie ohne Umschweife die Ursache dafür herausfinden. Haben sie ihn selbst verschuldet oder liegt gar ein Bauschaden vor? Wie Sie Schimmelpilz verhindern können, erfahren Sie im folgenden Kapitel.

Heizungen, Teil 2 – Etagenheizung

Gepostet von am 10. Feb. 2013 in Heizungen, Ratgeber, Richtiges Heizen | Kommentare deaktiviert für Heizungen, Teil 2 – Etagenheizung

Heizungen, Teil 2 – Etagenheizung

Dieser Heizungstyp ist meistens in Mietwohnungen vorzufinden. Wie bereits am Namen ersichtlich wird, unterscheidet sich eine Etagenheizung von einer Zentralheizung dadurch, dass die Wärmeerzeugung dezentral in jeder Wohnung oder jedem Geschoss eines Hauses erfolgt. Dies hat wiederum einen Einfluss auf die Brennstoffe, welche zur Erzeugung genutzt werden, nämlich Gas und Elektrizität. Denn bei Etagenheizungen handelt es sich für gewöhnlich um sogenannte Kombitherme. Bei dieser Technologie wird mittels der Verbrennung von Erdgas, respektive der Erwärmung durch Strom sowohl Wärme für die Heizung als auch Warmwasser per Durchlauferhitzer erzeugt.

Ein Nachteil: An eine Etagenheizung können keine Flächenheizungen angeschlossen werden. Außerdem benötigen Etagenheizungen verhältnismäßig lange, bis sie sich aufheizen.

 

Kombitherme: Bei diesem Gerät handelt es sich vom Prinzip um einen Durchlauferhitzer, allerdings mit dem Unterschied, dass Kombitherme auch Heizwasser bereitstellen.

 

Durchlauferhitzer: Ein Durchlauferhitzer erwärmt Wasser zur Warmwasserverwendung in Bad und Küche.

 

Flächenheizung: Bei diesem Heizungstyp wird die Wärme über eine Fläche abgegeben und nicht punktuell wie bei einem Heizungskörper. Eine Flächenheizung kann eine Boden- oder auch Wandheizung sein.

 

Etagenheizung

Konkrete Energiespartipps für Kinder und ihre Eltern, Teil 4

Gepostet von am 10. Feb. 2013 in Energiesparen, Energiespartipps, Ratgeber | Kommentare deaktiviert für Konkrete Energiespartipps für Kinder und ihre Eltern, Teil 4

Konkrete Energiespartipps für Kinder und ihre Eltern, Teil 4

Bereich Beleuchtung

Gewöhnen Sie Ihren Kindern in Sachen Beleuchtung frühzeitig an, Lampen auszuschalten, wenn sich längere Zeit niemand in dem betreffenden Raum aufhält oder ohnehin ausreichend Licht von draußen in das Zimmer fällt. In Ihrem Haushalt können Sie zudem Energiesparlampen einsetzen, um den Stromverbrauch und die Energiekosten zu senken.

Der Einsatz von Energiesparlampen sollte allerdings mit Bedacht erfolgen: Da die Birnen Quecksilber enthalten, sollte auf jeden Fall vermieden werden, dass die Birnen beschädigt werden und brechen. Aus diesem Grund ist es fraglich, ob man Energiesparlampen zum Beispiel auch in einem Kinderzimmer einsetzen sollte – schließlich handelt es sich hierbei oft um den Raum im Haus, in dem des Öfteren mal etwas kaputt geht, sei es durch ein wildes Ballspiel oder durch Toben.

Das Umweltbundesamt weist auf seinen Internetseiten ausdrücklich darauf hin, dass Kinder und Schwangere besonders empfindlich gegenüber Quecksilber sind. Hinweise zur Sicherung von Energiesparlampen, zu Alternativen und zum richtigen Verhalten beim Bruch einer solchen Lampe erhalten Sie ebenfalls beim Umweltbundesamt. Verwenden Sie Energiesparlampen in Ihrem Zuhause, sensibilisieren Sie Ihre Kinder dafür, dass bei einem Lampenbruch sofort die Eltern zu verständigen sind.

 

Bereich allgemeiner Umweltschutz

Energiesparen ist immer auch Umweltschutz. Sensibilisieren Sie Ihren Nachwuchs aber auch dafür, dass es weitere Bereiche des Umweltschutzes gibt, die zumindest auf den ersten Blick nicht direkt mit dem Thema Energie verbunden sind. Dies können Sie unter anderem bewerkstelligen, indem Sie zum Beispiel beim Einkauf Produkte wählen, die keine umweltbelastenden Stoffe enthalten, oder zu Hause der Mülltrennung eine besondere Bedeutung zukommen lassen. Sie fungieren hier – wie in vielen anderen Lebensbereichen auch – als Vorbild für Ihre Kinder und können ihnen auch indirekt Werte vorleben, die für Sie von Bedeutung sind.

 

Extratipp: Recherche nach weiteren Energiespartipps

Die Tipps, die wir oben für Sie zusammengestellt haben, sind nur eine kleine Auswahl der Energiesparmaßnahmen, an denen auch schon Kinder teilhaben können. Vergessen Sie nicht, dass Ihre Kinder vor allem durch Vorbilder lernen. Bringen Sie daher am besten in Erfahrung, welche Energiesparmaßnahmen man darüber hinaus auch noch umsetzen kann, leisten Sie hierbei einen eigenen großen Beitrag und prüfen Sie, an welchen Stellen Sie Ihren Nachwuchs mit einbeziehen können.

Gute Anlaufstellen für weitere Energiesparmaßnahmen sind etwa die Stiftung Warentest, die Verbraucherschutzzentralen, welche auch eine Energieberatung bieten, sowie zum Beispiel Umweltorganisationen wie der NABU, der auf seinen Internetseiten 77 konkrete Klimaschutztipps aufführt. Vergessen Sie dabei auch nicht, sich Themen wie Modernisierungsmaßnahmen Ihres eigenen Hauses zu widmen, die vornehmlich den Eltern vorbehalten sind.

Dies gilt es bei der Einrichtung zu beachten

Gepostet von am 9. Feb. 2013 in Ratgeber, Richtiges Heizen | Kommentare deaktiviert für Dies gilt es bei der Einrichtung zu beachten

Dies gilt es bei der Einrichtung zu beachten

Ein Heizkörper sollte idealerweise immer frei stehen, damit er auch seine Funktion voll erfüllen kann. Decken Sie den Heizkörper nicht mit Gardinen, Vorhängen oder Möbeln ab, da ansonsten das Thermostatventil nicht die wirkliche Raumtemperatur ermittelt, sondern nur den Bereich zwischen Heizkörper und Einrichtungsstück. Die Folge davon ist, dass die Raumtemperatur nicht steigt und in Konsequenz die Heizung weiter aufgedreht wird.

Besonders in nicht optimal gedämmten Häusern sollten große Möbelstücke nicht zu dicht an den Innenwänden oder in Zugluft stehen. Rücken Sie diese Möbel mindestens zehn Zentimeter von der Außenwand weg. Die beste Lösung wäre, wenn Sie größere Möbel entlang der Innenwand platzieren, da diese Wände nicht durch die Außentemperatur abkühlen. Denn bei zu geringem Abstand zwischen Außenwand und Möbelstück wird diese Stelle weniger beheizt. Die Wärme der Raumluft kann nur gering dort hin gelangen, was wiederum zu einer Abkühlung der Außenwand an dieser Stelle führt. Mit der Konsequenz, dass die Luftfeuchtigkeit dort kondensiert und es somit zur Schimmelpilzbildung kommen kann.

Mit dem richtigen Einsatz Ihrer Jalousien, Rollläden oder Vorhänge können Sie ebenfalls regulierend auf das Raumklima Einfluss nehmen. Schließen Sie diese immer über Nacht – im Sommer auch tagsüber. Des Nachts halten Jalousien, Rollläden oder Vorhänge die Wärme im Raum und Sie müssen weniger heizen. Im Sommer bleibt die Hitze draußen. Dies sorgt in erster Linie für ein angenehmeres Raumklima, aber Sie laufen dadurch auch nicht Gefahr, dass die Räume durch permanent geöffnete Fenster zu stark auskühlen. Denn auch im Sommer kann an manchen Einrichtungsgegenständen zur Kondensation kommen. Dies gilt besonders für kälteleitende Bauteile wie Wasserleitungen.

Richtig Lüften, Teil 1 – Quer- und Stoßlüften

Gepostet von am 8. Feb. 2013 in Ratgeber, Richtig Lüften, Richtiges Heizen | 1 Kommentar

Richtig Lüften, Teil 1 – Quer- und Stoßlüften

Richtiges Heizen ist lediglich ein Bestandteil des Raumklimas. Genauso wichtig ist das richtige Lüften. Denn erst das Lüften sorgt für den Austausch von Luft in der Wohnung und für die richtige Luftfeuchtigkeit. Besonders der Luftfeuchtigkeit sollten Sie Aufmerksamkeit zukommen lassen, da sie einerseits zur Behaglichkeit des Raumes beiträgt, andererseits bei zu hoher Rate die Bildung von Schimmelpilz ermöglicht.

 

Quer- und Stoßlüften

Die idealen Lüftungsarten sind das Quer- und das Stoßlüften. Der Unterschied zwischen diesen beiden Varianten besteht darin, ob ein Durchzug erzeugt wird oder nicht. Beim Querlüften ist genau dies der Fall. Für diese Art des Lüftens öffnen Sie gegenüberliegende Fenster komplett und schaffen somit einen Durchzug. Das Querlüften ist besonders effizient, da weniger Zeit für den Luftaustausch benötigt wird, nämlich ungefähr zwei bis fünf Minuten. Beim Stoßlüften werden die Fenster komplett geöffnet, allerdings wird kein Durchzug erzeugt. Die Türen werden geschlossen, da so der Luftaustausch am Schnellsten vonstatten geht. Dementsprechend dauert es mit fünf und zehn Minuten etwa doppelt so lang, bis die Luft in einem Raum ausgetauscht worden ist.

Ob sich entweder Quer- oder Stoßlüften für Sie anbietet, hängt von den baulichen Gegebenheiten Ihrer Wohnung ab. Nichtsdestotrotz müssen Sie bei beiden Arten des Lüftens die Heizung immer vorher ausmachen. Sollte dies nicht passieren, erkennt das Thermostatventil den Temperaturabfall und startet das Aufheizen des Heizkörpers. Auf diese Weise verfliegt die Wärme der Heizung direkt nach Draußen, die Heizung wiederum heizt sich immer mehr auf und verbraucht dabei Energie.

Sowohl das Quer- als auch das Stoßlüften haben darüber hinaus noch den Vorteil, das neben dem Luftaustausch und der Reduktion von Luftfeuchtigkeit andere Kleinstpartikel und Schadstoffe wie Zigarettenasche oder Druckerstaub gleichzeitig mit ausgetauscht werden.

Lüften Sie am Besten zwischen zwei und vier Mal pro Tag. Morgens nach dem Aufstehen kann das Lüften des Schlafzimmers ruhig etwas ergiebiger ausfallen. Denn insbesondere nachts sammelt sich viel Luftfeuchtigkeit an, die auch in den Wandputz oder in die Polster einzieht. Als schöner Nebeneffekt stellt sich dabei noch ein, dass durch die kalte Luft Ihre Lebensgeister geweckt werden. Ein paar tiefe Atemzüge am Fenster während des Lüftens können also nicht schaden.

Vom Dauerlüften mit Kippfenster sollten Sie hingegen auf jeden Fall absehen. Zwar erliegt man schnell dem Irrglauben, dass permanent auf kipp geöffnete Fenster einen kontinuierlichen Luftfluss erzeugen. Allerdings ist dies mehr ein Lüftchen, sodass der Austausch von feuchter und trockener Luft nicht ergiebig vonstatten geht. Das Dauerlüften hat zwei negative Effekte. Denn Lüften mit dem Kippfenster erzeugt vor allem hohe Kosten durch die entweichende Heizungswärme und die Wände sowie Fensterrahmen kühlen aus.

 

Oft gefragt

Kühlen die Räume beim Quer- und Stoßlüften nicht zu sehr aus und wäre das Kipplüften nicht angebrachter?

Nein, ganz im Gegenteil. Durch die relativ kurze Zeit, in der die Fenster geöffnet sind, kühlen die Wände nicht ab, die wiederum die Hauptwärmespeicher eines Raumes sind.

Richtig Heizen, Teil 1 – Raumklima

Gepostet von am 7. Feb. 2013 in Ratgeber, Richtig Heizen, Richtiges Heizen | Kommentare deaktiviert für Richtig Heizen, Teil 1 – Raumklima

Richtig Heizen, Teil 1 – Raumklima

Eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden spielt das passende Raumklima. Doch wie setzt sich dieses zusammen? Die Bedeutung des richtigen Heizens für das Raumklima erfahren Sie im folgenden Abschnitt. Bevor Sie jedoch mit dem Heizen anfangen, kontrollieren Sie idealerweise die Funktionsfähigkeit der Isolierung des Hauses und der Heizungsanlage an sich. Sollte einer dieser Bereiche Mängel aufweisen, gilt es, diese zu beheben. Ansonsten verpufft die Wirkung des richtigen Heizens und Sie verbrennen im wahrsten Sinne Ihr Geld.

 

Raumklima

Das Klima in den Räumen wird durch die Temperatur der Raumluft, die Temperatur der Oberflächen, die Luftfeuchtigkeit und die Bewegung der Luft beeinflusst. Daher sollte es beim Heizen Ihr Ziel sein, ein gesundes wie angenehmes Raumklima zu erzeugen. Natürlich ist dies erst einmal eine subjektive Angelegenheit, da Menschen ein gegebenes Raumklima unterschiedlich wahrnehmen. Was für den Einen angenehm ist, mag für den Anderen unbehaglich sein.

Ob Sie das Raumklima als angenehm empfinden, hängt nicht nur von der Raumtemperatur ab. Die Oberflächen wie Wände, Böden, Decken und Fenster wärmen sich ebenfalls auf wie auch ab. Sie beeinflussen dadurch die empfundene Wärme. So kann die Raumtemperatur an manchen Stellen zwar angenehm sein, in der Nähe der Außenwand durch die von dieser abgestrahlten Kälte wiederum anders empfunden werden. Im Umkehrschluss müssen Sie bei einer kalten Oberfläche also auch länger heizen, bis die Lufttemperatur die Kälte der Wände ausgeglichen hat.

 

Heizung überprüfen 

Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie zu Beginn der Heizperiode die Heizung auf ihre Funktionstauglichkeit überprüfen. Insbesondere bei Heizungen, deren Wärmeträger Wasser ist, sollten Sie diese am Anfang der kalten Jahreszeit entlüften. Wiederholen Sie dies in regelmäßigen Abständen. Denn Luft in der Heizung verhindert die Zirkulation des Wassers, sodass die Wärme nicht zu ihren Zielpunkten gelangen kann. Des Weiteren empfiehlt es sich, den Wasserdruck der Heizungsanlage von Zeit zu Zeit zu kontrollieren.

Heizungen, Teil 1 – Zentralheizung

Gepostet von am 6. Feb. 2013 in Heizungen, Ratgeber, Richtiges Heizen | Kommentare deaktiviert für Heizungen, Teil 1 – Zentralheizung

Heizungen, Teil 1 – Zentralheizung

Der Begriff der „Gebäudeheizung“ bezeichnet alle Formen an Heiztechnologien, die beim Beheizen eines Hauses zum Einsatz kommen können. Es handelt sich dabei um Systeme aus Heizkessel, Wärmeüberträgern und dem eigentlichen Heizkörper im Raum. Dazu gehören die Zentralheizung, Etagenheizung, Fernwärme, Elektrogebäude- und Wärmepumpenheizung. Doch worin unterscheiden sie sich? Und was sind die Vorteile des einen, die Nachteile des anderen Heizsystems? Die wichtigsten Charakteristika der unterschiedlichen Gebäudeheizungen haben wir für Sie anschaulich zusammengefasst.

 

Zentralheizung

Der in westlichen Ländern vorherrschende Heizungstyp ist die Zentralheizung. Erste Zentralheizungen kamen schon vor rund 300 Jahren zum Einsatz – ihren Siegeszug in der westlichen Welt trat die Zentralheizung aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg an.

Kennzeichnend für eine Zentralheizung ist das Vorhandensein eines zentralen Heizkessels im Haus. Die Art des Heizkessels wird durch den Aggregatzustand der verfeuerten Brennstoffe bestimmt. Dazu zählen feste (Holz, Kohle, Biomasse), flüssige (Erdöl, etc) und gasförmige Brennstoffe (Erdgas, Flüssiggas).

 

Heizkessel: In einem Heizkessel wird durch die Verbrennung chemische Energie in thermische Energie (Wärme) umgewandelt. Je nach Brennstoff unterscheiden sich die Heizkessel in ihrem Aufbau.

 

Brennstoffe: Hierzu zählen alle Stoffe, die in einem Heizkessel verfeuert werden, zum Zwecke der Wärmegewinnung.

 

Diese Brennstoffe werden darüber hinaus noch in die Rubriken fossile sowie regenerative Brennstoffe kategorisiert. Von dem Heizkessel aus gelangt die erzeugte Wärme mittels eines Wärmeträgers wie Luft oder Wasser per Wärmeüberträger in die einzelnen Räume des Hauses. Es besteht auch die Möglichkeit Dampf als Wärmeträger zu nutzen, allerdings ist dies in Privathäusern eher unüblich und findet vorwiegend in der Industrie zur Beheizung von großen Hallen Verwendung.

 

Fossile Brennstoffe: Bezeichnen endliche Brennstoffe wie Öl, Kohle oder Erdgas.

 

Regenerative Brennstoffe: Hierbei handelt es sich um nachwachsende Brennstoffe wie Holz oder Biomasse.

 

Wärmeträger: Als Wärmeträger werden Stoffe wie Luft oder Wasser bezeichnet, die innerhalb eines Heizungssystems die Wärme innerhalb der Heizungsrohre transportieren.

 

Eine Zentralheizung bietet die größtmögliche Auswahl an Heizkesseln und somit an Brennstoffen zum Verfeuern. Dadurch sind Sie relativ flexibel in Ihrer Entscheidung und können bei der Anschaffung die derzeitigen Brennstoffpreise berücksichtigen. Darüber hinaus ist eine Zentralheizung eine vergleichsweise effiziente Heizungsanlage, vor allem dann, wenn Sie eine Flächenheizung anschließen, die die ganze Raumfläche mit Wärme versorgt. Die Wärmestrahlung erfolgt nicht punktuell, sondern über den Raum verteilt.

 

Zentralheizung

Energiesparen in der Schule lernen, Teil 3

Gepostet von am 4. Feb. 2013 in Energiesparen, In der Schule, Ratgeber | Kommentare deaktiviert für Energiesparen in der Schule lernen, Teil 3

Energiesparen in der Schule lernen, Teil 3

Verknüpfung mit anderen Lernzielen 

Wie bereits erwähnt, lässt sich das Thema Energiesparen in vielen unterschiedlichen Schulfächern behandeln.

Das Projekt Klimadetektive des Umweltbüros Nord e. V. fasst in dem Artikel „Klimaschutz im Fachunterricht“ die vielen Berührungspunkte von Klimaschutz und unterschiedlichen Schulfächern zusammen. Lehrer können hier auch eine Tabelle einsehen, die ihnen Anregungen zur Verknüpfung geben kann.

Als Lehrer und Eltern sollten Sie darüber hinaus auch daran denken, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Energiesparen nicht nur fachliche Kompetenzen Ihrer Schüler bzw. Kinder stärkt, sondern auch persönliche. Wenn Kinder Energiesparmaßnahmen selbst umsetzen dürfen, lernen sie, Verantwortung zu übernehmen, planvoll vorzugehen und Belange zu berücksichtigen, die in einer hektischen Welt schnell in den Hintergrund treten. Diese Kompetenzen und andere mehr können sich weiterentwickeln und eine wichtige Grundlage für ein Leben sein, in dem persönliches Glück, aber zum Beispiel auch beruflicher Erfolg erreichbar erscheint.

 

Außerschulisches Engagement

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Energiesparen in der Schule und zu Hause bildet für viele Schüler eine gute Basis, auch über ein außerschulisches Engagement in Sachen Klima- und Umweltschutz nachzudenken.

Als Lehrer oder Eltern können Sie Ihre Schüler bzw. Kinder zu einem solchen Engagement zusätzlich motivieren. Machen Sie in diesem Rahmen konkrete Angebote, indem Sie Organisationen und Projekte vor Ort vorstellen, die noch Unterstützung suchen.

Denkbar ist es dabei auch, dass Vertreter von Umweltorganisationen in die Schule kommen, um hier den Fragen der Schüler Rede und Antwort zu stehen. Ihre Schüler werden hierdurch schnell merken, dass es im Bereich Umweltschutz viel zu tun gibt und es diesbezüglich Zusammenhänge gibt, die sich nicht alleine aus dem Schul- und Familienalltag erschließen.