Richtig Heizen, Teil 2 – Dämmung und Leckagen

Gepostet am 14. Feb. 2013 in Ratgeber, Richtig Heizen, Richtiges Heizen

Richtig Heizen, Teil 2 – Dämmung und Leckagen

Die Wirkungen der richtigen Heizung und des richtigen Heizens verpuffen weitestgehend, wenn die Wände nicht sach- und zeitgemäß isoliert sind. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen sollten, eine neue Heizungsanlage zu installieren, empfiehlt es sich, eine Prüfung der Wandoberflächen hinsichtlich ihrer Dämmqualität durchführen zu lassen. Je nach Ausgang dieser Untersuchung kann es auch sein, dass es sich für Sie erst einmal anbietet, die Isolierung Ihrer Immobilie anzugehen. Denn selbst wenn sich durch den Einbau einer neuen Heizung das Raumklima verbessern sollte, geht viel Wärme und somit Energie aufgrund der mangelhaften Dämmung der Oberflächen verloren. Das kostet Sie nicht nur bares Geld, weil Sie mehr Energie zum Heizen aufwenden, als sie eigentlich müssten. Darüber hinaus steigt auch die Gefahr von Schimmelpilzbefall.

 

Thermografie: Ist ein bildgesteuertes Verfahren, welches u. a. zur Aufdeckung von Isoliermängeln an Gebäuden genutzt wird. Mittels einer Wärmebildkamera lässt sich anhand unterschiedlicher Verfärbungen der Grad der Isolierung erkennen.

 

Wenn Sie den Zustand der Isolierung Ihres Hauses überprüfen wollen, so lässt sich dies mittels des Verfahrens der Thermografie realisieren. Dabei wird die Wärmestrahlung Ihrer Immobilie mit einer Wärmebildkamera in Signale umgewandelt, welche im Anschluss durch ein Computerprogramm visualisiert werden. Anhand der bildlichen Darstellung lassen sich Temperaturunterschiede identifizieren, die wiederum Aufschluss über den Grad der Dämmung geben.

Die meisten Energieunternehmen und auch Stadtwerke bieten Thermografieprüfungen für ihre Kunden an. Die Kosten für solch eine Prüfung fangen bei ca. 150 EUR an und variieren je nach Größe der Immobilie und den Preisvorstellungen des Anbieters. Wenn Sie Ihr Gebäude kontrollieren lassen wollen, können Sie noch Ausschau nach eventuellen Förderungsmöglichkeiten halten. Einige Energieunternehmen bieten diese in regelmäßigen jährlichen Abständen, meist zur Winterzeit, an.

Neben dem Wärmeverlust aufgrund einer mangelhaften Isolierung kann darüber hinaus auch die Luftdurchlässigkeit der Gebäudehülle die Wirksamkeit des Heizens schmälern.

Mithilfe des Differenzdruck-Messverfahrens, auch Blower-Door-Test genannt, können Sie die Luftwechselrate Ihres Haus prüfen lassen. Sollte die Rate hoch ausfallen, deutet dies auf Leckagen und somit Baumängel an der Gebäudehülle hin. Solche Mängel sollten Sie schnell beheben lassen, da Sie die Wände auskühlen und dem Raum Wärme entzieht. Dies kann auch zum Schimmelbefall führen.

 

Differenzdruck-Messverfahren: Bezeichnet einen Test der Gebäudehülle hinsichtlich ihrer Luftdichtheit. Dieses Verfahren wird auch Blower-Door-Test genannt. Mittels dieses Verfahrens werden Undichtheiten und Leckage ermittelt.

 

Es existieren zu guter Letzt auch Technologien, welche das Differenzdruck-Messverfahren mit der Thermografie verbinden. Auf diese Weise können Sie einen Rund-um-Check Ihres Hauses durchführen, bevor Sie Ihre neue Heizungsanlage einbauen lassen.