Richtig Lüften, Teil 4 – So vermeiden Sie die Bildung von Schimmelpilz

Gepostet am 18. Feb. 2013 in Ratgeber, Richtig Lüften, Richtiges Heizen

Richtig Lüften, Teil 4 – So vermeiden Sie die Bildung von Schimmelpilz

Schimmelpilz ist in mehrerlei Hinsicht ein Ärgernis. An erster Stelle steht dabei die potenzielle Gesundheitsgefährdung, die von Schimmelpilz ausgehen kann. Kleine Bereiche mit Pilzbefall stellen noch kein Risiko dar, aber dieser kann sich schnell ausbreiten und dann kann es gefährlich für Ihre Gesundheit werden. Des Weiteren erzeugt Schimmelpilz einen unangenehmen muffigen Geruch, der einem behaglichen Wohnen alles andere als zuträglich ist.

Zu guter Letzt hinterlässt der Schimmelpilz nach der Beseitigung der lebenden Sporen schwarze Flecken auf den Wänden. Durch Putzen lassen sich diese Spuren nicht beseitigen. Sie müssen entweder zum Farbeimer oder Bleichmittel greifen oder gegebenenfalls die Stelle neu tapezieren. Vorher töten sie den Pilz ab. Dies kann mit Essigessenz oder speziellen Fungiziden erledigt werden. Manchmal reicht auch ein Fön, da die Myzelen bei einer Temperatur von über 50° ebenfalls absterben. Danach tragen sie die Schimmelstelle mit einem Spachtel ab und entsorgen diese. Denn die toten Sporen sondern immer noch Allergene oder Giftstoffe ab.

Allerdings müssen drei Bedingungen erfüllt sein, damit der Schimmelpilz sich bilden kann. Neben einem Nährboden und fünf Tagen ungestörter Entfaltung ist die Luftfeuchtigkeit der Aspekt, auf welchen es sich schnell regulierend einwirken lässt. Sie können somit der Schimmelpilzbildung aktiv entgegentreten, indem Sie regelmäßig Lüften und die relative Luftfeuchtigkeit anhand des Thermo-Hygrometers im Auge behalten.

Damit ist es allein aber noch nicht getan. Sie müssen ebenfalls die Temperatur der Wandflächen kontrollieren. Auch wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum nur 50% beträgt, kann eine ausgekühlte Oberfläche den Nährboden für Schimmelpilz bilden. Denn durch die ausgekühlte Wand steigt die Luftfeuchtigkeit an der Wandoberfläche schnell auf 75%. Achten Sie also insbesondere im Winter beim Lüften darauf, dass die Oberflächen nicht auskühlen. Vermeiden sie das Dauerlüften mit gekippten Fenstern!

Durch sachgemäßes Heizen sowie Lüften entziehen Sie dem Schimmelpilz seinen Nährboden. Sollte Ihre Wohnung dennoch weiterhin unter Schimmelpilzbefall leiden, dann kontaktieren Sie umgehend einen Fachmann, da ein Gebäudeschaden vorliegen könnte.

 

Die optimalen Bedingungen für Schimmelpilzbildung

Zur Schimmelpilzbildung müssen drei Voraussetzungen gegeben sein:

  • Eine relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 75%
  • Fünf Tage ungestörte Entwicklung
  • Einen Nährboden aus organischen Kohlenstoffen wie unter anderem Staub oder Tapeten

Sie sollten also beispielsweise vor Aufbruch einer Reise gründlich Lüften, besonders dann, wenn Sie vorher noch geduscht haben. Ansonsten ist das Risiko von Schimmelpilzbildung äußerst hoch.