Heizungen, Teil 1 – Zentralheizung

Gepostet am 6. Feb. 2013 in Heizungen, Ratgeber, Richtiges Heizen

Heizungen, Teil 1 – Zentralheizung

Der Begriff der „Gebäudeheizung“ bezeichnet alle Formen an Heiztechnologien, die beim Beheizen eines Hauses zum Einsatz kommen können. Es handelt sich dabei um Systeme aus Heizkessel, Wärmeüberträgern und dem eigentlichen Heizkörper im Raum. Dazu gehören die Zentralheizung, Etagenheizung, Fernwärme, Elektrogebäude- und Wärmepumpenheizung. Doch worin unterscheiden sie sich? Und was sind die Vorteile des einen, die Nachteile des anderen Heizsystems? Die wichtigsten Charakteristika der unterschiedlichen Gebäudeheizungen haben wir für Sie anschaulich zusammengefasst.

 

Zentralheizung

Der in westlichen Ländern vorherrschende Heizungstyp ist die Zentralheizung. Erste Zentralheizungen kamen schon vor rund 300 Jahren zum Einsatz – ihren Siegeszug in der westlichen Welt trat die Zentralheizung aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg an.

Kennzeichnend für eine Zentralheizung ist das Vorhandensein eines zentralen Heizkessels im Haus. Die Art des Heizkessels wird durch den Aggregatzustand der verfeuerten Brennstoffe bestimmt. Dazu zählen feste (Holz, Kohle, Biomasse), flüssige (Erdöl, etc) und gasförmige Brennstoffe (Erdgas, Flüssiggas).

 

Heizkessel: In einem Heizkessel wird durch die Verbrennung chemische Energie in thermische Energie (Wärme) umgewandelt. Je nach Brennstoff unterscheiden sich die Heizkessel in ihrem Aufbau.

 

Brennstoffe: Hierzu zählen alle Stoffe, die in einem Heizkessel verfeuert werden, zum Zwecke der Wärmegewinnung.

 

Diese Brennstoffe werden darüber hinaus noch in die Rubriken fossile sowie regenerative Brennstoffe kategorisiert. Von dem Heizkessel aus gelangt die erzeugte Wärme mittels eines Wärmeträgers wie Luft oder Wasser per Wärmeüberträger in die einzelnen Räume des Hauses. Es besteht auch die Möglichkeit Dampf als Wärmeträger zu nutzen, allerdings ist dies in Privathäusern eher unüblich und findet vorwiegend in der Industrie zur Beheizung von großen Hallen Verwendung.

 

Fossile Brennstoffe: Bezeichnen endliche Brennstoffe wie Öl, Kohle oder Erdgas.

 

Regenerative Brennstoffe: Hierbei handelt es sich um nachwachsende Brennstoffe wie Holz oder Biomasse.

 

Wärmeträger: Als Wärmeträger werden Stoffe wie Luft oder Wasser bezeichnet, die innerhalb eines Heizungssystems die Wärme innerhalb der Heizungsrohre transportieren.

 

Eine Zentralheizung bietet die größtmögliche Auswahl an Heizkesseln und somit an Brennstoffen zum Verfeuern. Dadurch sind Sie relativ flexibel in Ihrer Entscheidung und können bei der Anschaffung die derzeitigen Brennstoffpreise berücksichtigen. Darüber hinaus ist eine Zentralheizung eine vergleichsweise effiziente Heizungsanlage, vor allem dann, wenn Sie eine Flächenheizung anschließen, die die ganze Raumfläche mit Wärme versorgt. Die Wärmestrahlung erfolgt nicht punktuell, sondern über den Raum verteilt.

 

Zentralheizung