Heizölpreis-Prognose 01/2017 bis 02/2017

Gepostet am 19. Jan. 2017 in News

Unsere Prognose aus der letzten Ausgabe unseres Newsletters ist eingetreten.
Die Heizölpreise haben sich in den letzten Wochen auf dem Niveau von Mitte Dezember eingependelt und unterliegen seither kaum größeren Schwankungen.

Fast schien es so, als könnten wir sogar bald wieder deutlich bessere Preise sehen. Zumindest ist der Januar recht vielversprechend gestartet.
Doch bevor die Fakten von OPEC und Co. nicht auf dem Tisch liegen, dürfte sich an der derzeitigen Hängepartie wenig ändern.

Die meisten Analysten und Investementhäuser haben ihre Preisprognosen im Vergleich zum letzten Jahr zwar deutlich angehoben, jedoch liegen diese meist nicht wesentlich über dem aktuellen Niveau.

Jetzt ist es für unsere Heizölpreise natürlich von höchster Bedeutung, ob und wie die Kürzungen umgesetzt werden und die drückenden Mehrmengen bald reduziert werden können.

Unabhängig davon wurde in der letzten Woche ein deutlicher Zuwachs bei den US-Ölbeständen vermeldet, was am Ölmarkt bislang aber kaum zur Kenntnis genommen wurde. Etwas verwunderlich!

Summa sumsarum rechnen wir nicht damit, dass die OPEC und Russland die angekündigte Drosselung bis in letzer Konsequenz umsetzen werden und gehen daher davon aus, dass die Rohölpreise in den nächsten Wochen leicht unter Druck bleiben werden.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar in den letzten Wochen erstaunlich gut behaupten.

Der „Trump-Effekt“ ist weg, bzw. hat sich ins Gegenteil verkehrt, denn den großspurigen Ankündigiungen aus dem Wahlkampf folgte bislang wenig Konstruktives und die US-Notenbank hat Donald Trump kürzlich sogar als Sicherheitsrisikio für die Entwicklung der US-Wirtschaft bezeichnet.

Entsprechend konnte der Euro in letzter Zeit wieder etwas an Boden gutmachen und wir gehen davon aus, dass das Niveau bei gut 1,05 Dollar auch in den nächsten Wochen verteidigt werden kann.

Weniger Einfluss als viele Verbraucher glauben, hat das derzeit doch recht kalte Winterwetter auf die Entwicklung der Heizölpreise in Deutschland und Österreich. Die Nachfrage kann für diese Jahreszeit als normal bis schwach bezeichnet werden, was nicht verwunderlich ist, da die Tanks im Schnitt gut gefüllt sind bzw. waren. Geht es mit den Temperaturen so weiter, wonach es derzeit auch aussieht, könnte sich das aber bald ändern.

In Betrachtung aller Faktoren gehen wir aber trotzdem davon aus, dass sich die Heizölpreise in den nächsten vier Wochen durchaus weiter leicht nach unten bewegen können. Viel Luft sehen wir derzeit aber weder in die eine, noch in die andere Richtung.