Heizölpreis-Prognose 03/2019 bis 04/2019

Gepostet am 19. Mrz. 2019 in News

Am heimischen Heizöl-Markt ist derzeit eine Entwicklung zu beobachten, die fast schon beispiellos ist, denn seit Anfang Januar geht es wie an der Schnur gezogen seitwärts, was sehr schön in einer etwas längerfristigen Betrachtung sichtbar wird.

Mit verantwortlich hierfür ist natürlich die relativ stabile Entwicklung der Rohölpreise, die in den letzten Wochen aber doch eher nach oben gerichtet war.Dass sich die Heizölpreise in Anbetracht dessen aber doch recht verbraucherfreundlich entwickeln konnten, liegt hauptsächlich an der Normalisierung der Marktbegebenheiten vor Ort.Nach den Versorgungsproblemen aufgrund von Niedrigwasser und Raffinerieausfällen im Herbst, setzte eine extrem hohe Nachfrage ein, die den Handel bis noch vor kurzem vor große Herausforderungen stellte. In weiten Teilen Deutschlands stiegen die Lieferzeiten auf rund sechs Wochen und auch aktuell liegen diese in manchen Regionen immer noch bei ca. vier Wochen.
Doch in letzter Zeit ging die Nachfrage, auch aufgrund der recht milden Temperaturen im Februar, auf ein für diese Jahreszeit übliches Maß zurück und dies wirkte sich auch entsprechend auf die Preise aus.
Im bundesdeutschen Durchschnitt stehen die Heizölpreie derzeit auf dem niedrigsten Stand seit rund 10 Wochen!
Vor allem im Süden Deutschlands, wo es gerade im Herbst zu deutlichen Aufschlägen gekommen war, gingen die Notierungen zuletzt deutlich zurück, während in Schleswig-Holstein, das ja kaum von den Vorsorgungsproblemen betroffen war, seit Mitte Januar sogar einen leichten Aufwärtstrend verzeichnet.

Mittlerweile hat sich also das Preisniveau innerhalb der Bundesländer wieder auf ein übliches Normalmaß angeglichen, sodass zu erwarten ist, dass der bundesweite Durchschnittspreis nun wieder stärker als bisher den Rohöl- bzw. Gasölpreisen folgen wird.
Vor allem auch, weil sich am Devisenmarkt der Euro im Vergleich zur „Ölwährung“ US-Dollar weiterhin recht stabil entwickelt.Lediglich vor rund zwei Wochen gab es einen kurzen „Aufreger“, als die Europäische Zentralbank (EZB) überraschend verkündete, die Zinsen bis mindestens zum Jahresende unverändert bei null belassen zu wollen. Dies sei notwendig, da die Konjunktur in der Euro-Zone deutlich an Fahrt verliere, so die Währungshüter. Zusätzlich will man daher auch günstige Bankenkredite bereitsstellen, was die Geldmenge weiter aufblähen wird.Entsprechend knickte der Euro kurz ein, konnte sich in letzter Zeit aber wieder erholen und bewegt sich nun wieder in der seit Oktober letzten Jahres existen Range zwischen 1,13 und 1,15 US-Dollar.Auch das Chaos um den anstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU konnte die Gemeinschaftswährung bisher nicht aus der Ruhe bringen, sodass wir davon ausgehen, dass der Wechselkurs zum „Greenback“ relativ stabil und somit der Einfluss auf die Heizölpreise auch von dieser Seite weiterhin gering bleiben sollte.
Die wohl weiterhin recht stabilen Vorgaben vom Ölmarkt und die sich kaum verändernden Wechselkurse lassen nur eine Prognose zu und so gehen wir auch in den nächsten Wochen davon aus, dass sich die Heizölpreise weiterhin größtenteils seitwärts bewegen werden.