Heizölpreis-Prognose 05/2019 bis 06/2019

Gepostet am 21. Mai. 2019 in News

In der letzten Ausgabe unseres Newsletters hatten wir vor allem  sicherheitsorientierten Ölheizern zum Kauf geraten .  Diese Empfehlung wurde erfreulicherweise von vielen Verbrauchern angenommen und hat sich auch als absolut richtig erwiesen. Gerade in der letzten Woche haben die Heizölpreise nochmals einen deutlichen Satz nach oben gemacht, was natürlich zum Großteil an den gestiegenen Rohölpreisen lag. 

Aber auch der schwache Euro verteuert die Ölimporte, sodass die Vorgaben derzeit leider alles andere als optimal sind. Die Unsicherheiten zum Thema Brexit lasten weiterhin schwer auf unserer Gemeinschaftswährung und der US-Dollar ist in diesen Tagen als Krisenwährung gefragt, sodass es mit dem „Greenback“ langsam aber stetig bergauf geht.

Wie bereits angedeutet, haben erfreulicherweise viele Ölheizer ihren Tank in den letzten Tagen und Wochen bereits gefüllt und das auf einem Niveau, das in der längerfristigen Betrachtung durchaus als nicht unattraktiv zu bezeichnen ist.  Doch es gibt um diese Jahreszeit natürlich auch noch sehr viele Beobachter, die auf einen Rückgang spätestens in der zweiten Jahreshälfte hoffen. Ob diese Strategie aufgeht, steht derzeit aber in den Sternen. 
Voraussetzung hierfür wäre sicherlich, dass die Lage am Persischen Golf friedlich bleibt und sich der Bürgerkrieg in Libyen nicht auf die Ölexporte des Landes auswirkt. Letzteres wäre zwar sicherlich durch eine Förderanhebung durch OPEC und Co. aufzugleichen, doch derzeit sieht es nicht danach aus, dass das Förderabkommen gelockert oder gar gekippt wird. Fallende Ölpreise begünstigen würde sicherlich auch das Scheitern des Handelsabkommens zwischen den USA und China , wenngleich dies sicherlich aus anderen Gründen nicht wünschenswert wäre.
Wer also auf günstigere Heizölpreise im zweiten Halbjahr setzt, geht durchaus ein großes Risiko ein, auf das wir hier an dieser Stelle nochmals hinweisen wollen.
Auf Sicht der nächsten vier Wochen gehen wir weiterhin bestenfalls von einer Seitwärtsbewegung aus.  Im Falle einer Eskalation der Lage am Persischen Golf würde es aber sicherlich kräftig nach oben gehen. Auch ein Ausbleiben der Ölexporte aus Libyen hätte eine stark preistreibende Wirkung, wenngleich diese sicherlich wesentlich schwächer ausfallen würde.
Wer das Risiko weiter steigender Preise vermeiden will, sollte am besten jetzt bestellen , auch wenn die Notierungen derzeit auf dem höchsten Niveau seit Anfang Dezember letzten Jahres stehen, was sich aber sehr schnell relativiert, wenn man das Ganze etwas längerfristig sieht.