Ölmarkt-Analyse Oktober 2013

Gepostet am 22. Okt. 2013 in News

Nach der friedlichen Beilegung des Syrien-Konfliktes und der (zumindest vorläufigen) Einigung im US-Haushaltsstreit ist wieder etwas Ruhe in den Ölmarkt eingekehrt und in den nächsten Tagen und Wochen sollten wieder fundamentale Daten in den Vordergrund des Handelsinteresses rücken.

Hier zeigt sich aber nach wie vor ein sehr gemischtes Bild.

Während die US-Ölbestände zuletzte wieder deutlich angewachsen sind und die Versorgungslage insgesamt als sehr gut bezeichnet werden kann, gibt es durchaus auch bullishe, also preistreibende Signale.

So konnte sich die Konjunktur in Europa zuletzt deutlich stabilisieren und in den USA und China befindet sich die Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs.
Gerade in der letzten Woche wurde vom US-Energieministerium vermeldet, dass der Ölverbrauch in den USA im September im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent angestiegen ist und die Importe Chinas nahmen sogar um rund 28 Prozent zu.

Ob dies ausreicht, die Rohölpreise aus den seit geraumer Zeit existenten Seitwärtstrend ausbrechen zu lassen, wagen wir aber zu bezweifeln und so rechnen wir auch in den nächsten Wochen damit, dass die Stabilität am Ölmarkt weiter Bestand haben wird.

+ preistreibende Faktoren

  • globale Konjunkturaussichten verbessern sich
  • Nachfrage-Prognosen werden wieder erhöht
  • latente politische Unsicherheiten im Nahen Osten
  • niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • weltweite Konjunktur erholt sich nur sehr zögerlich
  • allgemein gute Versorgungslage
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • Erschließung neuer Fördertechnologien und -möglichkeiten
  • neue Hoffnung auf eine baldige Lösung im Iran-Konflikt