Richtig Heizen, Teil 3 – Heizen und Raumtemperatur

Gepostet am 17. Feb. 2013 in Ratgeber, Richtig Heizen, Richtiges Heizen

Richtig Heizen, Teil 3 – Heizen und Raumtemperatur

Grundsätzlich sollten Sie die Räume beheizen, die von Ihnen auch regelmäßig genutzt werden. Dazu zählen vor allem Bad, Küche, Wohn- und Schlafzimmer. Aber auch selten frequentierte Räume dürfen aus dreierlei Gründen nicht komplett abkühlen:

 

  • Das Wiederaufheizen des kalten Raumes ist teuer, da sehr viel Wärme erzeugt werden muss, um die kalte Raumluft und vor allem die Oberflächen zu erwärmen. Eine Grundwärme beschleunigt zum einen den Aufwärmprozess, spart zum anderen aber auch Kosten ein, da insgesamt weniger Wärme erzeugt werden muss als bei einem kalten Raum.
  • Das Auskühlen der Oberflächen kann sich auf angrenzende Räume auswirken, die wiederum regulär beheizt werden. So müssen Sie mehr Energie als nötig aufwenden, um das Raumklima behaglich zu gestalten.
  • Kalte Räume begünstigen die Kondensation von Luftfeuchtigkeit. Dies kann im schlimmsten Fall Schimmelbildung zur Folge haben.

 

Um unnötige Mehrkosten und Schimmelpilz zu vermeiden, sollten Sie also auch selten genutzte Räume heizen. Dabei genügt es voll und ganz, wenn Sie die Temperatur zwischen 14° und 16° belassen. Liegt der Wert darunter, besteht das Risiko von Kondensation.

Neben der Gefahr des Auskühlens von Räumen sollten Sie aber auch darauf achten, die Räume nicht zu überheizen. Denn dadurch kann einerseits bei nicht ausreichendem Lüften das Raumklima kippen. Die Raumluft hat dann eine zu hohe Luftfeuchtigkeit und wird als unangenehm empfunden. Hinzu kommt, dass eine überhitzte Wohnung sich negativ auf Ihr Immunsystem auswirkt. Andererseits verschwenden Sie durch das Überheizen Energie, was im Umkehrschluss Ihre Heizkosten steigen lässt. Wenn Sie trotzdem leicht zum Frösteln neigen, können Sie mit wärmerer Kleidung besser Abhilfe schaffen. Auf diese Weise frieren Sie nicht, das Raumklima bleibt behaglich und Sie sparen Geld.

 

Tageszeiten beachten

Bei der Beheizung Ihrer Räume sollten Sie nicht dem Irrglauben erliegen, dass Sie durch „Mitheizen“ Kosten sparen können, denn das Gegenteil ist der Fall. Von der Wärme gelangt nur ein Bruchteil in den Raum, welcher mitgeheizt werden soll. Dies hat zur Folge, dass der eine Raum zu warm ist, während der andere sich nur gering erwärmt. Statt Wärme gelangt allerdings Luftfeuchtigkeit in die mitbeheizten Räume. Dementsprechend empfiehlt es sich, jeden Raum individuell zu beheizen. Schließen Sie darüber hinaus auch stets die Türen zwischen den Räumen, da ansonsten die Feuchtigkeit ebenfalls in Bewegung gerät.

Des Nachts sollten Sie die Temperatur in allen Räumen insgesamt senken. Im Schlafzimmer reichen 18° für einen erholsamen Schlaf aus. Sie können das Schlafzimmer jedoch auch ruhig noch etwas kälter regulieren, da niedrige Temperaturen einem tieferen Schlaf zuträglich sind. Wenn Sie Kleinkinder haben sollten, dann achten Sie allerdings darauf, dass deren Zimmer nachts nicht unter 16° abkühlen.

Das Gleiche gilt übrigens auch für die Tagzeit, wenn Sie außer Haus sind. In diesem Fall können Sie alle Räume auf dieselbe Temperatur senken wie nachts. Allerdings sollten Sie davon absehen, die Heizung komplett herunterzufahren. Ähnlich wie bei selten genutzten Räumen geht durch das Abkühlen und Aufwärmen der Räume viel Wärme, ergo Geld verloren. Sie sollten daher bei Abwesenheit idealerweise eine niedrige Durchschnittstemperatur einhalten, da sich dies günstiger auf den Verbrauch auswirkt.

 

Heizkosten sparen

Grundsätzlich sollten Sie immer kontinuierlich heizen, da dies sowohl die gesündeste, als auch kostengünstigste Art ist. Ein mittlerer Wert des Thermostatventils entspricht dabei ungefähr 20°. Kontrollieren Sie die Raumtemperatur zusätzlich mit einem Thermometer. Unter Umständen kann sich die Anschaffung eines elektronischen Thermostatventils lohnen. Diese Thermostatventile können auf den Grad genau eingestellt werden und erleichtern dadurch das geregelte Heizen.

Darüber hinaus lassen sich Heizkosten sparen, indem Sie die Temperatur niedrig halten, auch wenn Sie zu Hause sind. Denn alleine schon eine Verringerung der Temperatur um 1° entspricht in etwa einer Heizkostenersparnis von 6%. Folglich können Sie alleine schon mit einer Senkung von 4° annähernd ein Viertel Ihrer Heizkosten einsparen.

Wenn die Sonne über mehrere Stunden hinweg in ein Zimmer scheint, so können Sie in diesem Raum die Temperatur der Heizung senken. Durch die Wärme der Sonnenstrahlen erwärmt sich das Zimmer sowieso, sodass eine hoch eingestellte Heizung dieses nur unnötig zusätzlich aufheizt.