Konkrete Energiespartipps für Kinder und ihre Eltern, Teil 2

Gepostet am 27. Jan. 2013 in Energiesparen, Energiespartipps, Ratgeber

Konkrete Energiespartipps für Kinder und ihre Eltern, Teil 2

Bereich Mobilität

Eigentlich sind Kinder im Bereich Mobilität Energiesparmeister: Sie dürfen nicht selbst Auto fahren und lieben in der Regel die Bewegung an der frischen Luft – wären da nicht die Eltern, die oft auch aus Bequemlichkeit das Auto dem Fahrrad oder dem Fußmarsch vorziehen. Sprechen Sie auch das Thema Mobilität an, wenn Sie in Ihrer Familie über das Energiesparen diskutieren.

Ihnen und Ihrer Familie stehen hier viele Alternativen zur Dauernutzung des eigenen Autos zur Verfügung. Kurze Strecken sind ideal mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen – bei jüngeren Kindern in Begleitung der Eltern, bei Teenies zu normalen Tageszeiten eigenständig. Dies betrifft beispielsweise auch den Schulweg oder den Weg zu nachmittäglichen Aktivitätsstätten wie Fußballverein, Reitstall und Co. Als Alternative kommen für Sie und Ihre Kinder eventuell auch der öffentliche Nahverkehr oder das Carsharing infrage.

Sprechen Sie auch mit Ihren Kindern darüber, wie Sie in der Familie unnötige Wege einsparen können: etwa indem Ihre Kinder auf dem Rückweg vom Verein noch einen kleinen Einkauf erledigen oder Ihre Familie Aktivitäten der einzelnen Familienmitglieder so aufeinander abstimmt, dass bei einer Autofahrt gleich mehrere Personen zu ihren Wunschzielen gelangen. Auch Fahrgemeinschaften lassen sich mit benachbarten Familien gründen, um Kosten und Energie für die vielen Wege zu sparen.

 

Bereich Lüften und Heizen

Heizung an und Fenster auf? Dies ist wohl ein Anblick, auf den man in Kinder- und Jugendzimmern des Öfteren stößt. Kinder handeln oft impulsiv und bemerken nicht, dass auch das Unterlassen eine Handlung ist und sich einzelne Handlungen schnell widersprechen können. Sensibilisieren Sie Ihre Kinder dafür, dass solche Verhaltensweisen widersprüchlich sind und unnötig Energie verbrauchen.

Führen Sie am besten Rituale für das Lüften ein, bei denen dem kurzen Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern und abgeschalteter Heizung eine besondere Bedeutung zukommt. So kann frische Luft in die Zimmer gelangen, ohne dass Sie zu viel Wärmeenergie verschwenden. Mit ein wenig Übung wird beispielsweise das richtige Lüften am Morgen, Mittag und Abend eine automatisierte Selbstverständlichkeit.

Vermitteln Sie Ihren Kindern auch, dass es für jedes Wetter die passende Kleidung gibt und man im Winter Räume nicht derart stark heizen muss, dass man im T-Shirt bequem und ohne zu frieren auf dem Sofa sitzen kann. Zudem sollte die Einrichtung auch im Kinderzimmer so beschaffen sein, dass Heizungen nicht zugestellt werden: Dies gewährleistet, dass sich die Wärme gut ihren Weg in das Zimmer bahnen kann.

Energiesparendes Lüften und Heizen können Kinder, sobald sie ein wenig älter sind, in ihren Zimmern eigenständig durchführen, wobei eine ab und an durchgeführte elterliche Kontrolle aber sicherlich nicht schadet. Wer seinen Aufgaben in diesem und anderen Bereichen nachkommt, hat sicherlich gute Chancen, den oben bereits angesprochenen Titel des Energiesparkönigs der Familie zu gewinnnen. Gibt es noch Mängel bei der Durchführung, können Sie Ihren Kindern noch einmal in Ruhe erklären, warum das richtige Heizen und Lüften so wichtig ist. Kleine Belohnungen könnten dabei motivierend wirken.